
Dr. med. Otto Greither (1867 – 1930) schloss sein Medizinstudium an der Universität München 1892 mit der staatlichen Approbation als Arzt ab und widmete sich darüber hinaus den Studien der Veterinärmedizin und Zahnheilkunde. Eine eigene schwere Erkrankung war für Dr. med. Otto Greither der Anlass, über Ursachen und Wirkung von Gesundheitsstörungen im menschlichen Körper nachzuforschen.
Seine Erkenntnis:
Das Geheimnis vieler Erkrankungen liegt in der Störung der Verdauung. So entwickelte Dr. med. Otto Greither seine „Salus-Kur" und gab den Auftrag zur Herstellung der Kurmittel an sein Salus-Werk. Das war der Beginn einer bis heute erfolgreichen Ära.

Dr. med. Otto Greither gründete in München das „Salus-Werk”. In der Türkenstraße wurden ein paar Räume gemietet und die kleine Fabrikationsstätte nahm ihren Betrieb auf.
Im Programm waren zunächst nur Produkte, die man zur Durchführung der von Dr. Greither entwickelten Salus-Kur benötigt: Münchener Gesundheitstee, Heilmoor, Heilerde, Greitherna-Tabletten, ein spezielles Salus-Öl und der unentbehrliche Bauchgürtel für das Bauchschnellen, einer von Dr. Greither entwickelten Bauchgymnastik, die eine sehr günstige Wirkung auf die Muskulatur und Innenorgane des Bauches hatte.
In dieser Zeit entstand auch das erste Salus-Firmensignet: der heute in aller Welt bekannte „Schildmann” - der Mann mit dem Schild, der die heranfliegenden Pfeile der Krankheit abwehrt.


Inzwischen gab es 50 Salus-Verkaufs- und Auskunftsstellen, die „Salus-Häuser”, die das Ideengut von Dr. med. Otto Greither - allem voran die „Salus-Kur” - an eine große Anhängerschaft vermittelten.
Das Angebot des Salus-Werkes umfasste inzwischen eine Produktpalette, die weit über das Salus-Kur-Programm hinausragte.
In diesem Jahr gelangten auch die ersten Salus-Teesorten und Heilkräuter in den Verkauf.

Umbenennung des „Salus-Werkes” in „Salus-Haus”.
Eröffnung des „Salus-Kurheims” am Tegernsee.

In diesem Jahr wurden die Erfolge des Salus-Hauses durch den Tod von Dr. med. Otto Greither am 17. Dezember überschattet.
Das Salus-Haus konnte von der Witwe Dr. Greithers und erfahrenen Mitarbeitern im Sinne des Gründers weitergeführt werden.
Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges 1939 hatte das Unternehmen eine bemerkenswerte Entwicklung zu verzeichnen, die leider 1943 mit dessen völliger Zerstörung durch einen Bombenangriff jäh unterbrochen wurde.

1945 verstarb auch die Witwe Dr. med. Otto Greithers.
Der erst 20-jährige Sohn Otto Greither war nun gezwungen, das Erbe seines Vaters zu erhalten, den Reformgedanken in breite Kreise zu tragen. Mit einer Firma „Salus-Haus”, die nur noch dem Namen nach bestand.
Doch zusammen mit seinem Bruder Hans Greither, einigen ehemaligen Mitarbeitern und ein paar engen Freunden gelang es schließlich unter schwersten Bedingungen, wieder eine funktionsfähige Naturarzneimittel-Produktionsstätte an alter Stelle zu errichten.

Erwerb der „Floradix Arzneimittel-Fabrik” Wiesbaden, die im Laufe der Jahre voll integriert werden konnte. In vielen Ländern der Erde werden Salus-Erzeugnisse aus markenrechtlichen Gründen anfangs unter der Bezeichnung „Floradix” vertrieben.

Ein wichtiges und entscheidendes Jahr in der Firmengeschichte von Salus. Die ständig steigende Nachfrage nach Salus-Waren und die Entwicklung zusätzlicher neuer Produkte erforderten immer mehr Mitarbeiter und dementsprechend auch zusätzliche Räumlichkeiten. Die Produktions- und Lagerräume in München waren viel zu eng geworden.
Ein neuer Standort wurde in Bruckmühl gefunden, dem heutigen Heimatort von Salus. 40 Kilometer südlich von München, im Landkreis Rosenheim, im herrlichen Voralpenland. Ein Betrieb mit über 100 Mitarbeitern zog um. Modernste Technik hielt Einzug, so z.B. die erste Filterbeutel-Teemaschine.

Zum ersten Mal brachte Salus eine Reihe von Kapsel-Präparaten auf den Markt, die bei gesundheitsbewussten Verbrauchern großen Anklang fanden.

Salus wurde anlässlich des Bundes-Wettbewerbes „Industrie- und Städtebau 1978” mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Das war die Anerkennung dafür, dass der Betrieb mit großem architektonischen Einfühlungsvermögen so harmonisch wie möglich der ländlichen Umgebung angepasst wurde.
Die Expansion von Salus hielt kontinuierlich an. Im Oktober 1978 konnte die Firma Dr. Dünner erworben werden.

Dunkle Wolken überschatteten Salus. Ein Großbrand ruiniert am 15. März 1986 große Teile der Teeproduktions-Halle. Besonders betroffen war die Abteilung für die Sortierung und Verpackung der Tees. Der Schaden ging in die Millionen. Aber auch in dieser Situation erwies sich die Salus-Belegschaft als große Familie. Von der Geschäftsführung bis zum Auszubildenden – jeder krempelte die Ärmel hoch. Seite an Seite wurden die Brandstelle geräumt und Notunterkünfte für die Teeabfüllung geschaffen.Der Tee wurde manuell abgepackt. Bereits nach ca. zwei Wochen konnte Salus wieder liefern.
Im November 1986 übernahm Salus die Firma Quickvital Natur-Diät-Waren GmbH. Eine Firma, die diätetische Lebensmittel für das Reformhaus herstellte und vertrieb.

Otto Greither wurde für seine Erfolge und sein soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande als Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Ein Grund zum Feiern! Gleichzeitig wurde die Firma Walther Schoenenberger Pflanzensaftwerk GmbH & Co. KG Magstadt erworben. Damit wird Salus Marktführer in der Reformwarenbranche.
75 Jahre Salus! Eine Bestätigung für die Tradition und Qualität des Hauses. Aber auch die Verpflichtung für die Zukunft, weiterhin beste Qualität und hohe Wirksamkeit als oberstes Ziel für Salus-Erzeugnisse zu setzen.

Das Engagement von Salus für die Erhaltung einer gesunden Umwelt wurde 1996 belohnt. Als erstes Unternehmen der Reformwarenbranche erhielt Salus mit dem EG-Öko-Audit eine Auszeichnung für praktizierten Umweltschutz:
„Dieses Unternehmen verdient das Prädikat eins mit Stern!”
lautete die Beurteilung von Umweltgutachter Professor Helmut Wirner.

Seit 1997 nimmt auch Schoenenberger in Magstadt an dem EG-Öko-Audit teil. An erster Stelle der Umweltleitlinien sind hier der gezielte Bioanbau und die umweltschonende Weiterverarbeitung der naturreinen Heilpflanzensäfte zu nennen.

Die Expansion der Firmengruppe erforderte eine Betriebserweiterung in Bruckmühl.

In einem neu erbauten Gebäude wurde eines der modernsten Labors in Deutschland in Betrieb genommen. Außerdem konnte eine neue Extraktionsanlage die Produktion aufnehmen.
Otto Greither bekam das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Zu seinem 75. Geburtstag übergab Otto Greither das ca. 27.000 qm große Salus Auwald-Biotop der Öffentlichkeit.
Im integrierten Tierkunde-Museum sind auf ca. 80 qm hunderte heimische Tierpräparate zu besichtigen.

Schoenenberger beging sein 75-jähriges Firmenjubiläum. Die bewährte Firmen-Philosophie
„Vom Feld in die Flasche”
hat bei der Erzeugung von Heilpflanzen- und Gemüsesäften bis heute Bestand.

Wieder einmal investierte SALUS einen sechsstelligen Euro-Betrag in eine vollautomatische Flüssigprodukte-Abfüllstrasse, kombiniert mit einer neuen, elektronisch geregelten Tank-Anlage.
Die Validierung des Öko-Audit und damit die Verleihung des neuen EG Ökosiegels erfolgte auch in diesem Jahr.
Herr Otto Greither erhält vom Wirtschaftsmagazin Capital und der Umweltstiftung WWF (World Wide Fund For Nature) Deutschland die Urkunde zum Ökomanager 2003 verliehen.

Otto Greither wurde am 11.07.2008 der bayerische Verdienstorden verliehen. Der 83-jährige Unternehmer erhielt die höchste Auszeichnung des Freistaates für das soziale Engagement in seinen Betrieben und in der oberbayerischen Gemeinde Bruckmühl.

Anlass für die erstmalige Ausschreibung des Salus-Journalistenpreis war der 85. Geburtstag des geschäftsführenden Firmeninhabers Otto Greither, der sich von jeher gegen die Patentnahme von Genen ausgesprochen hat und gentechnikfreie Lebens- und Arzneimittel fordert. Als Naturarzneimittel-Hersteller bezieht Salus daher eindeutig Position gegen den Einsatz der Agro-Gentechnik und verwendet keine Rohstoffe dieser Herkunft.

Im SALUS Haus werden jährlich ca. 2.290.000 kWh Strom in eigenen Anlagen umweltfreundlich erzeugt. Das entspricht rund 70 Prozent des Strombedarfs am Produktionsstandort.
Im Frühsommer 2011 wurde mit der Inbetriebnahme von zwei Photovoltaik-Anlagen an der Fassade und auf dem Dach von Lagergebäuden ein weiterer wichtiger Schritt zur nachhaltigen Energieversorgung im SALUS Haus gemacht. Zusammen mit den jetzt neu installierten Anlagen können so jedes Jahr rund 290.000 kWh Strom rein aus Sonnenkraft erzeugt werden.
Salus erhielt die Auszeichnung „Familienlöwe 2011”. Die CSU Rosenheim zeichnete 2011 damit zum ersten Mal familienfreundliche Unternehmen aus dem Landkreis aus.
Darf im Supermarkt nicht fehlen: Der neue Ratgeber für gentechnikfreien Genuss.
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