Wenn alle Blutwerte, die das Eisen betreffen (wie z. B. Hämoglobin, Ferritin, Eisen) unterhalb der Normwerte liegen, spricht man von manifestem Eisenmangel.
Eisenmangel kann ursächlich mit gefährlichen Krankheiten zusammenhängen wie z. B. schweren Infektionskrankheiten, chronischen Darmerkrankungen, Nierenversagen oder Krebs. Aber auch hohe Blutverluste z. B. durch starke Blutungen bei einer Operation führen zu einem akuten Eisenmangel. Deshalb gehört die Eisenmangeltherapie zur Abklärung der Ursachen in die Hände des Arztes.
Wenn der Arzt über eine Blutuntersuchung einen manifesten Eisenmangel (Eisenmangelanämie) feststellt, hilft die Einnahme eines hoch dosierten Eisen-Arzneimittels, das über einen Zeitraum von mindestens 3 bis 6 Monaten eingenommen werden sollte. Beim manifesten Eisenmangel sind die Eisendepots schon über längere Zeit größtenteils entleert. Typische Symptome des manifesten Eisenmangels sind z. B. extreme Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzklopfen, ausgeprägte Hautveränderungen wie Mundwinkeleinrisse und brüchige Fingernägel.
Das Spurenelement Eisen ist für unseren Organismus notwendig, denn es wird benötigt, um Sauerstoff im ganzen Körper zu verteilen und zu den Organen zu transportieren. Über den Farbstoff der roten Blutkörperchen – Hämoglobin – wird Sauerstoff transportabel und der Hauptbestandteil des Hämoglobins ist Eisen. Eine verminderte Hämoglobinkonzentration im Blut hat negative Folgen für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, die Immunabwehr sowie die Infektanfälligkeit. Bei einem manifesten Eisenmangel fällt der Hämoglobinwert unter den Normwert.
Eisen ist auch für alle Stoffwechselvorgänge und ganz besonders für unsere Blutbildung wichtig.
Unser Körper kann Eisen nicht selbst produzieren. Bei krankhaftem Eisenmangel kann der erhöhte Bedarf nicht allein durch eine eisenreiche Ernährung gedeckt werden. In der Regel muss hier eine hochdosierte Eisen-Arzneimitteltherapie (oral oder intravenös) unter Kontrolle des Arztes durchgeführt werden, solange bis die Laborwerte für Eisen, Hämoglobin und Ferritin wieder im normalen Bereich liegen.
Wenn die Normwerte im grünen Bereich liegen, sollte zur Vorbeugung eines Eisenmangels auf eine eisenreiche Ernährung geachtet werden. Die wichtigste Quelle für Eisen ist Fleisch. Das gilt insbesondere für rotes Muskelfleisch und Innereien wie Leber. Eines der eisenreichsten Lebensmittel ist die Schweineleber. 100 g enthalten ca. 14 mg Eisen. Es gibt zwar auch diverse pflanzliche Nahrungsmittel, die Eisen enthalten, z. B. Hülsenfrüchte, grüne Gemüsesorten, Vollkornprodukte und Nüsse. Aber da das in ihnen enthaltene Eisen (dreiwertig) nur schwer löslich ist, kann es vom Körper viel schlechter verwertet werden. Am besten kann unser Organismus zweiwertiges Eisen aufnehmen.
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