Mit jedem Liter Schweiß verliert ein Sportler 0,5–1,2 mg Eisen.
Frauen benötigen von dem wichtigen Spurenelement Eisen täglich 0,7 – 2,4 mg und Männer 0,5 – 1,1 mg. Normalerweise kann der Eisenbedarf durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden (unser Körper kann Eisen nicht selbst produzieren). Aber den gesteigerten Bedarf bei sportlichen Aktivitäten darf man nicht unterschätzen. Besonders jugendliche Hochleistungssportlerinnen, die neben der Aktivität auch einen erhöhten Eisenbedarf durch die Menstruation haben, können diesen oft auch nicht durch ausgewogene Ernährung vollständig ausgleichen.
Eisen ist für unseren Körper essentiell, da es den lebenswichtigen Sauerstoff im ganzen Körper verteilt und zu den Organen transportiert. Über den Farbstoff der roten Blutkörperchen – Hämoglobin – wird Sauerstoff transportabel und der Hauptbestandteil des Hämoglobins ist Eisen. Eine verminderte Hämoglobinkonzentration im Blut hat negative Folgen für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, die Immunabwehr sowie die Infektanfälligkeit. Eisen steckt auch im Muskeleiweiß Myoglobin, das für die Speicherung von Sauerstoff im Muskel notwendig und daher für die Leistungsfähigkeit (bei sportlichen Aktivitäten) von großer Bedeutung ist. Doch Eisen wird auch benötigt, um Blut zu bilden, Zucker in Energie umzuwandeln oder Stoffwechselabfallprodukte abzubauen. Je weniger Eisen wir in unserem Organismus haben, umso schlechter ist auch unsere Ausdauerleistung.
Die wichtigste Quelle für Eisen ist Fleisch. Das gilt insbesondere für rotes Muskelfleisch und Innereien wie Leber. Eines der eisenreichsten Lebensmittel ist die Schweineleber. 100 g enthalten ca. 14 mg Eisen. Es gibt zwar auch diverse pflanzliche Nahrungsmittel, die Eisen enthalten, z. B. Hülsenfrüchte, grüne Gemüsesorten, Vollkornprodukte und Nüsse. Aber da das in ihnen enthaltene Eisen (dreiwertig) nur schwer löslich ist, kann es vom Körper viel schlechter verwertet werden. Am besten kann unser Organismus zweiwertiges Eisen aufnehmen.
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