
Am besten täglich die Abwehr stärken. Mit dem unschlagbaren Duo Vitamin C und Zink. Oder mit der Waffe der Indianer: Echinacea.
Vitamin C und das Spurenelement Zink sind ausgezeichnete Helfer im Kampf gegen krank machende Erreger in unserem Körper. Einzeln sind die Stoffe schon stark, aber im Team noch viel besser.
Vitamin C ist ein wichtiger Aktivator des menschlichen Immunsystems. Nicht zufälligerweise finden wir die höchste Konzentration von Vitamin C in unseren Immunzellen. Diese scheinen – so konnten zwei deutsche Forschungsgruppen im Jahr 2007 und 2011 aufzeigen – dieses Vitamin zu speichern und sich im Zuge der Infektabwehr die antioxidative Eigenschaft zunutze zu machen. Sind diese Speicher erschöpft, ist eine verminderte Immunabwehr die Folge, und es kann zu schwereren Verläufen von Infektionen kommen. Vitamin C ist eines der wichtigsten Antioxidantien gegen freie Radikale, Bakterien und Viren. Hierdurch bewahrt das Vitamin wichtige Immunzellen im Zuge der Abwehr von Infekten nicht nur vor der Zerstörung, es stärkt und aktiviert sie vielmehr. Eine deutsche Forschergruppe konnte detailliert zeigen, dass Vitamin C einen positiven Einfluss auf die Stickstoffmonoxid-Produktion hat und dadurch die Abwehr von Bakterien und Viren durch sogenannte Fresszellen, die Makrophagen, stärkt.
Aber auch Granatapfel und Cistus enthalten antioxidative Schutzstoffe, die zur Gesunderhaltung unserer körpereigenen Abwehr beitragen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt bei gesunden Erwachsenen einen Vitamin-C-Bedarf von 100 Milligramm pro Tag an. Stresssituationen und Erkrankungen erhöhen den Grundbedarf auf ein vielfaches davon. Weil unser Körper bei einer einmaligen Zufuhr nicht mehr als etwa 200 Milligramm aufnimmt, sollte unserem Immunsystem Vitamin C über den Tag verteilt in kleinen Dosen zur Verfügung stehen. Durch die verzögerte Freisetzung von Vitamin C im Körper wird das Immunsystem nicht punktuell nach einer Dosis gestärkt, sondern über den Tag ausreichend versorgt. Eine natürliche Vitamin-C-Bombe ist die Acerola-Kirsche. Sie enthält ca. 30-mal mehr an Vitamin C als die Zitrone.
Wurde für Vitamin C die positive Wirkung auf unser Immunsystem nachgewiesen, so scheint Zink Bakterien und Viren daran zu hindern, dass sie durch die Schleimhäute in unseren Organismus eindringen können: Zink schwächt das Eindringen von schädlichen Erregern in unseren Körper ab, Vitamin C aktiviert dann unser Immunsystem, um die doch eingedrungenen Erreger effektiv zu bekämpfen. Zink und Vitamin C ergänzen sich also bestens in ihrer Wirkung.
Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das in unserem Körper nicht gespeichert werden kann und deshalb kontinuierlich mit der Nahrung aufgenommen werden sollte. Insgesamt nehmen wir aber deutlich zu wenig Zink zu uns. Nicht nur in sogenannten Entwicklungsländern, auch in den Industriestaaten wird ein Mangel an Zink häufiger beobachtet. Es sind vor allem Leistungseinbrüche, Hautprobleme, Infektanfälligkeit und schwere Verläufe von Infektionen, die sich bei einem Zinkmangel zeigen. Die regelmäßige und vor allem frühzeitige Einnahme von Zink bei Infektionen kann die Schwere der Erkrankung abschwächen und ihre Dauer verkürzen. Das zeigte eine Forschungsarbeit aus 2011 vom Institute of Medical Education und Research in Chandigarh, Indien. Eine 2011 veröffentlichte Studie wies darauf hin, dass durch die Einnahme von Zink der Verlauf einer Magen-Darm-Infektion milder verläuft. Darüber hinaus wurde im Jahr 2010 nachgewiesen, dass Zink auch das Neuauftreten einer Lungenentzündung reduziert.
Zink finden wir vor allem in Meeresfrüchten (Muscheln und Austern), Fleisch, Milch, Vollkorngetreide oder in Sonnenblumenkernen.
Auch Echinacea regt das Immunsystem an.
Zur Stärkung der Abwehrkraft wird traditionell die Heilpflanze Echinacea angewendet. Mithilfe der Pflanze soll es unserem Körper leichter fallen, Viren, Pilze und Bakterien zu vernichten. Sie sorgt dafür, dass unsere Abwehrzellen schneller auf die Eindringlinge reagieren und die Symptome der Erkrankung milder ausfallen. Außerdem hat Echinacea vorbeugende Wirkung gegen Infektionskrankheiten, insbesondere im Bereich der Atemwege oder der ableitenden Harnwege. Der Schutz gegen das Eindringen von Bakterien wird verstärkt und eine generell gehobene Resistenzlage des Organismus gegen Krankheitskeime oder schädigende Fremdstoffe erreicht.
Extra-Tipp:
Täglicher Bedarf an Zink gemäß den Empfehlungen der World Health Organization (WHO)
| Säuglinge und Kleinkinder | 5 mg |
| Jugendliche | 10 mg |
| Frauen | 12 mg |
| Männer | 15 mg |
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