Kaum ein anderes Organ beeinflusst unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit so sehr wie der Darm. Er ist nicht nur das Verdauungsorgan, das die Nährstoffe überhaupt erst zugänglich macht, sondern auch das größte Organ unseres Immunsystems. Er ist Sitz der natürlichen Darmflora und wichtiges Ausscheidungsorgan.
Im Laufe unseres Lebens werden im 8 Meter langen Darm rund 80 t Lebensmittel – mit Nähr- aber auch Schadstoffen umgesetzt. Unser Darm ist somit großen Anforderungen ausgesetzt. Zusätzlich wird unser Verdauungssystem oft durch Übergewicht, Bewegungsmangel, einseitige und ballaststoffarme Ernährung sowie regelmäßige Einnahme von Medikamenten belastet. Der Magen meldet sich meist mit Magendrücken, Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit. Unser Darm macht durch Verstopfung, Blähungen und Durchfall auf sich aufmerksam. Auch andere Beschwerden wie Müdigkeit, Allergien oder Hautkrankheiten können eine Fehlfunktion des Magen-Darmtraktes als Ursache haben.
Doch eine weitaus schwerwiegendere Erkrankung soll mit einer gestörten Darmfunktion in Verbindung stehen: Darmkrebs. Seit 2002 ruft die Felix-Burda-Stiftung den März als Darmkrebs-Monat aus. In dieser Zeit finden viele Aktionen und Veranstaltungen statt, die über Krebs aufklären, zur Vorsorge und zu einer gesunden Lebensweise motivieren. Damit Verdauungsbeschwerden gar nicht erst entstehen können, empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Magen- und Darmgesundheit vorbeugend zu unterstützen.
Natürliche verdauungsfördernde Heilpflanzen sind Gelber Enzian und Artischocke. Gegen Sodbrennen haben sich basische Mineralsalze und die Kartoffel bewährt. Bei Bauchkrämpfen und Koliken ist die Kombination aus den Wirkstoffen Anis, Fenchel und Kümmel empfehlenswert und bei Übelkeit hilft Ingwer. Als schonendes Abführmittel werden traditionell Flohsamen und Leinsamen eingesetzt. Dem Durchfall kann ebenfalls mit Flohsamen, Heidelbeeren und Heilerde entgegengewirkt werden. Als natürliche Verdauungshelfer haben sich auch Curcuma und Pflaume bewährt.
Ein gestörtes Gleichgewicht unserer Darmflora führt häufig zu Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall. Bitterstoffe können unsere Verdauung verbessern.
Bei einem Durchfallleiden sind unsere normalen Verdauungsprozesse gestört. Unserem Körper gehen dann Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe verloren.
Wer weniger als dreimal wöchentlich die Toilette aufsucht, leidet unter Verstopfung.
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