
Wer weniger als dreimal wöchentlich die Toilette aufsucht, leidet unter Verstopfung.
Unser Verdauungstrakt ist Barriere zwischen der Außen- und der Innenwelt des Körpers. Täglich passieren ihn Gifte, Bakterien oder Viren. Eine gut funktionierende Motorik erhöht den Schutz vor Erkrankungen, denn je aktiver unser Darm, desto kürzer ist die Kontaktzeit von schädlichen Substanzen zur Schleimhaut. In den meisten Fällen führen eine zu fette, ballaststoffarme Ernährung, zu wenig Bewegung, Flüssigkeitsmangel oder psychische Belastungen zur Verstopfung. Da von ballaststoffarmer Kost kaum Masse übrig bleibt, wird den Darmmuskeln ein enormer Kraftaufwand abverlangt, um den Nahrungsbrei voranzuschieben. Wenn es mit der Verdauung nicht so recht vorangehen will, kann das ganz schön zermürbend sein. Jeder Stuhlgang wird zu einem zähen Ringen. Und selbst danach fühlt man sich nur wenig erleichtert. Völlegefühl, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Blähbauch und Bauchschmerzen sind meist noch Begleiterscheinungen.
Manchmal reichen schon ein sanftes Sportprogramm und die Umstellung auf ballaststoffreiche Kost, um unsere Verdauung wieder in Schwung zu bringen. Vollkornprodukte, Leinsamen, Hafer- und Weizenkleie, Äpfel, Pflaumen und Feigen sind besonders reich an Ballaststoffen und wirken dadurch als milde natürliche Abführmittel. Die Früchte enthalten zudem sekundäre Pflanzenstoffe, die den Darm schützen. Manna, der Pflanzensaft der Manna-Esche, kann Wasser binden und dadurch das Stuhlvolumen vergrößern. Curcuma, bekannt aus der Currygewürzmischung, ist mehr als ein farbenfroher Geschmacksgeber – die Gelbwurz unterstützt unsere Verdauung.
Bei Verstopfung hat sich der Flohsamen bewährt. Die kleinen Samen der Pflanze haben in Flüssigkeit eine enorme Quellkraft auf das zehn- bis 15-fache ihrer Größe. Im Darm wirken sie wie ein Gleitstoff und regen durch die Massenausdehnung die Darmbewegung an. Bei Verstopfung, zur Stuhlregulierung bei Reizdarm mit dem Symptom der Obstipation und auch als Unterstützung bei Durchfällen haben sich die Körnchen bewährt. Wichtig: ausreichend Flüssigkeit aufnehmen, damit die Samen gut aufquellen können.
Extra-Tipp: Bei Verstopfung hat sich Folgendes bewährt:
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