Gegen das brennende Gefühl in der Speiseröhre helfen basische Mineralsalze und Kartoffel. Bei Übelkeit hat sich Ingwer bewährt.
Durch Rückführung von Mageninhalt in die Speiseröhre entsteht ein brennendes Gefühl in der Speiseröhre – Sodbrennen genannt. Die Verengung des Bauchraumes während der Schwangerschaft, aber auch die gestörte Funktion des Muskels, der unseren Magen verschließt, können Ursachen für Sodbrennen sein.
Stress durch den oft hektischen Alltag, Überanstrengung, Ärger, unausgewogene Ernährung oder Bewegungsarmut können zudem noch zu einer verstärkten Produktion von Magensäure führen. Zu den ersten Anzeichen für eine Übersäuerung des Magens gehört häufiges Aufstoßen. Neben Sodbrennen gibt es noch weitere typische Beschwerden bei Übersäuerung: Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Brechreiz.
Basische Mineralsalz-Mischungen können Sodbrennen und saures Aufstoßen lindern, indem sie die Magensäure neutralisieren. Außerdem besteht unsere Ernährung heutzutage in aller Regel aus zuviel säurebildenden Kohlenhydraten bzw. Eiweißen und zu wenig aus basenbildenden Gemüse- und Obstsorten. Auch die tägliche Zufuhr von Zucker, Weißmehl und Fleisch steht meist im Missverhältnis zu der Menge an Obst und Gemüse. Basische Mineralsalze können Störungen im Säure-Basen-Haushalt ausgleichen.
Bei Übersäuerung durch verstärkte Produktion von Magensäure kann auch Kartoffelsaft helfen. Er fungiert bei Sodbrennen als basischer Puffer, indem er überschüssige Magensäure bindet. Die reichlich vorhandenen Schleimstoffe schaffen zudem eine Art Schutzfilm für die Magen- und Darmschleimhäute und beruhigen so das empfindliche Gewebe. Der Säurereiz kann gelindert werden.
Ingwer für werdende Mütter.
Viele Frauen haben in den frühen Wochen der Schwangerschaft mit Übelkeit zu kämpfen. Aus Angst, das ungeborene Kind zu schädigen, verzichten sie auf Medikamente. Doch gerade hier zeigt sich im Ingwer ein sinnvoller und sicherer Therapieansatz.
Die italienische Wissenschaftlerin Francesca Borrelli von der Federico-Universität in Neapel hat 2005 zahlreiche Studien zur Wirksamkeit von Ingwer in der Behandlung der Schwangerschaftsübelkeit zusammengefasst. Ihr Fazit: Der Ingwer wirkt – und zwar ohne Risiken für die Schwangerschaft und das ungeborene Kind.
Zu ähnlich positiven Ergebnissen kam 2010 eine amerikanische Analyse, bei der mehr als 100 wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit des Ingwers systematisch ausgewertet wurden. Dabei kamen die Forscher zu folgendem Schluss: Die Datenlage sei zwar zum Teil nicht ganz eindeutig, aber Ingwer bekämpfe die Schwangerschaftsübelkeit ähnlich gut wie Dimenhydrinat, ein chemisches Mittel. Er sei auch eindeutig sicher und unbedenklich anzuwenden. Diese weltweit anerkannte Analyse dürfte vielen besorgten Schwangeren Sicherheit geben.
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