Natürliche Pflanzenöle nähren unsere Haut. Ihre sinnlichen Aromen lassen uns in Erinnerungen schwelgen und entführen in inspirierende Tagträume.
Sie sind wie ein Schlüssel zur Seele. Eine Handvoll Tiefenentspannung dazu. Ohne sie wäre eine Massage nur halb so entspannend und stärkend: natürliche Pflanzenöle.
Streichen, kneten, klopfen – aber bitte schön sanft.
Wer in den Genuss kommt, eine Massage vom Partner zu erhalten, hat großes Glück. Nach einem anstrengenden Tag lässt man sich einfach in seine sanften Hände fallen. Etwas Vorsicht ist jedoch geboten: Bei einer unprofessionellen Massage sollte man keine Drück- oder Ziehbewegungen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule vornehmen. Gesünder und erholsamer ist es, wenn mit Streichen, Kneten und Klopfen Arme, Schultern, Nacken, Rücken und Beine verwöhnt werden. Mit sanftem Druck über die Haut gleitende Hände können aber nicht nur Kopfschmerzen und Stress mildern sowie verspannte Muskeln lockern. Nimmt man einige Tropfen von den Händen angewärmtes Körperöl hinzu, wird unsere Haut samtweich und straff. Sie bekommt Feuchtigkeit und wird vor dem Austrocknen geschützt. Das warme Öl dringt tief in unsere Haut ein und soll sogar Giftstoffe binden können, die dann über Nieren und Darm schneller ausgeschieden werden.
Pflegeöle am besten in die feuchte Haut einmassieren.
Während einer Massage steigt einem der Wohlgeruch ätherischer Öle aus z. B. Lavendel, Rose oder Granatapfel in die Nase und befreit den Kopf. Nicht täglich hat der Partner oder die Partnerin jedoch Zeit, eines der ältesten Heilmittel der Menschheit anzuwenden. Eine Massage zur Förderung der Durchblutung und zur Anregung des Hautstoffwechsels ist jedoch für ein gesundes, glattes Hautbild empfehlenswert. Diese kann man leicht selbst durchführen: Einfach nach dem Duschen das ausgewählte Lieblings-Pflegeöl in die noch feuchte Haut einmassieren. Das Gesicht dabei nicht vergessen. Für trockene, reife Gesichtshaut sind Pflanzenöle ein wertvolles Pflegeextra.
Hochwertige Bio-Pflanzenöle sind die in Pflegeprodukten kosmetisch wirksamsten Komponenten. Ihre Substanzen sind denen unserer Haut sehr ähnlich, sodass sie sich sehr gut in die Hautbarriere integrieren. Das unterscheidet sie von den mineralischen und raffinierten Ölen, die in der konventionellen Kosmetik eingesetzt werden und vorrangig Konsistenzgeber sind. Sie besitzen ein vielseitiges Wirkspektrum aus Glycerin, ungesättigten Fettsäuren und Fettbegleitstoffen zu denen beispielsweise Carotinoide, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe gehören. Sesamöl bildet häufig die Basis von Körperölen und Pflegeprodukten. Es ist das Öl der Ayurveda-Heilkunde Indiens. Das hat auch einen guten Grund: Sein Fettsäurespektrum besteht hauptsächlich aus Linol- und Ölsäure. Fehlt unserer Haut dauerhaft Linolsäure, schuppt sie schnell und wird zunehmend trockener. Der Bestandteil an Vitamin E in Sesamöl ist ebenfalls beachtlich: Bis zu 40 Milligramm Tocopherol können in 100 Gramm Sesamöl stecken. Dieses schützt das Öl vor oxidativen Prozessen und die Zellen unserer Haut vor freien Radikalen. Für die Haut wertvolle Bio-Pflanzenöle sind auch Granatapfelkernöl, Mandelöl, Sonnenblumenöl, Sanddornfruchtfleischöl, Jojobaöl und Olivenöl. Zwei exotische Neuentdeckungen unter den hautfreundlichen Ölen, die für naturkosmetische Produkte aus Fairtrade-Projekten stammen, sind: das Grüne Kaffeeöl aus Brasilien und das Inca Inchi Öl der Inka-Erdnuss aus Peru.
Die pflegende Kraft der Kaffeebohne.
Das bernsteinfarbene Öl der grünen Kaffeebohne wird aus unbehandelten Bohnen kalt gepresst. Es ist reich an zellschützenden Antioxidantien und pflegt unsere Haut samtweich. Dank der reichlich enthaltenen Omega-6-Fettsäuren und Vitamine fördert das Öl der Grünen Kaffeebohne die Abwehrkraft unserer Haut. Die Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit und Fett, die Kräftigung des Bindegewebes, Schutz- und Regenerationseffekte sind die hautkosmetischen Vorzüge des Grünen Kaffeeöls.
Pflege und Schutz bietet auch Kieselerde.
Kieselerde ist ein wahres Naturprodukt. Ihr Wirkstoff Silicium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erde. Für Silicium wird auch häufig der Begriff der Kieselsäure verwendet. Sie findet sich in Form fossiler Kieselalgen am Grund von Seen und Meeren, von Kieselsteinen, Quarz, Bergkristallen und vieler Pflanzen. Silicium ist in unserem Körper ein essentielles Spurenelement. Es hat festigende Wirkung auf das Bindegewebe, die Schleimhäute, Haut, Haare und Nägel. Innerlich angewendet hemmt Silicium so den Alterungsprozess unserer Haut, indem es neues Bindegewebe aufbaut und so die Widerstandskraft der Haut stärkt. Ihre Barriereschicht wird wieder stabiler und elastischer. Weil Silicium dadurch die Feuchtigkeitsspeicherung unserer Haut fördert, eignet es sich besonders gut zur Behandlung bei trockener Haut. Aber nicht nur dem Bindegewebe hilft es, sich zu regenerieren und zu erneuern, auch für Haare, Nägel, Muskeln, Knorpel und Sehnen ist Silicium ein unentbehrlicher Baustein. Silicium steckt reichlich in Hafer, Hirse, Gerste, Kartoffeln und Weizen. Eine gute Versorgung mit diesem wichtigen Element ist die Voraussetzung für einen gesunden Organismus.
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