Bei größeren Wassereinlagerungen in den Beinen haben sich Tees aus Grünem Hafer oder Brennnessel bewährt.
Wo Wasser ist, ist Leben. Über Atmung, Schweiß und Urin scheiden wir täglich rund 2,5 Liter Wasser aus, die wir dem Körper auch wieder zuführen müssen – die Trinkempfehlung lautet: 2–3 Liter am Tag. Dabei kann es vorkommen, dass größere Mengen Wasser im Gewebe gespeichert werden. Insbesondere Schwangere, ältere Menschen und Frauen in den Wechseljahren lagern häufig Wasser ein. Das Wasser sammelt sich dann vor allem in den Beinen, am Bauch und in den Oberarmen, aber auch an Händen und Füßen kann man es sehen. Größere Wassereinlagerungen – Ödeme – führen zu Schwellungen, die den Blutkreislauf belasten. Zu den Schwellungen kommen manchmal auch Kopfschmerzen und Müdigkeit hinzu. Wer häufig unter solchen Beschwerden leidet, sollte den Rat eines Arztes einholen, um Erkrankungen wie z. B. eine Herzmuskelschwäche auszuschließen. Entwässerungskuren helfen, Wassereinlagerungen abzubauen. Bewährt haben sich Tees aus Grünem Hafer oder Brennnessel, aber auch Säfte aus Birke, Zinnkraut oder Spargel.
Eine Entwässerungskur kann Wassereinlagerungen abbauen.
Man sollte seinem Körper eine Grundreinigung gönnen. Entwässern bedeutet, dem Körper das krankhaft angereicherte Wasser zu entziehen. Dazu darf man ihm jedoch keinesfalls Wasser vorenthalten. Im Gegenteil: Es sollte mehr getrunken werden, um die Nieren gut durchzuspülen – vor allem Mineralwasser, Saft und Tee. Bei einer Entwässerungskur werden Pflanzen mit harntreibenden und blutreinigenden (Alpenfrauenmantel) Eigenschaften eingesetzt. Viele heimische Pflanzen, darunter Grüner Hafer, Birke, Zinnkraut, Brennnessel und Spargel, entwässern sanft. Sie fördern die Ausscheidung von Harnsäure sowie anderen Schlackenstoffen. Obst, Gemüse und Kräuter entlasten den Stoffwechsel in der Kurphase und durch Bewegung werden die wasserspeichernden Fettzellen in Muskelzellen umgewandelt.
Grüner Hafer, der seit etwa 100 vor Christi als Getreide angebaut wird, ist reich an wichtigen Mineralstoffen, vor allem an der für das Bindegewebe so notwendigen Kieselsäure, aber auch Eisen, Mangan und Zink. Grüner Hafer ist harntreibend, unterstützt die Entwässerung des Gewebes und fördert die Ausschwemmung von Stoffwechselabbauprodukten.
Birke, Zinnkraut (auch Schachtelhalmkraut genannt) sowie Brennnessel gelten als wassertreibend. Durch sie wird die Nierentätigkeit unterstützt und somit die Harnausscheidung von Nieren und Blase angeregt. Dies führt zur Durchspülung der ableitenden Harnwege, bei der auch Schlackenstoffe ausgeschwemmt werden.
Spargel wirkt ebenfalls harntreibend und regt die Nierentätigkeit an. Schon in der traditionellen Naturheilkunde wurde Spargel bei Nieren- und Blasenerkrankungen eingesetzt. Heute weiß man: der Inhaltsstoff Asparagin ist eine wichtige Aminosäure im Harnstoffzyklus.
Unser Körper besteht zu 65 Prozent aus Wasser. Es ist an fast allen Prozessen in unserem Körper beteiligt – es kräftig unser Gewebe, hält unseren Kreislauf in Gang und hilft, Giftstoffe auszuspülen.
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