Häufig kommt es durch Unterkühlung und Bakterien zu Harnwegsinfekten, die zu einer Blasenentzündung führen können. Symptome können dann ein Brennen beim Wasserlassen, ein häufiger Harndrang, Schwierigkeiten beim Harnhalten und Schmerzen im Unterbauch sein.
Unterkühlung und Bakterien können schnell zu Erkrankungen unseres Harnwegsystems führen. Es sind meist Bakterien des Magen-Darm-Traktes, die die Entzündungen der ableitenden Harnwege hervorrufen. Häufig kommt es zu Harnwegsinfekten, die zu einer Blasenentzündung führen können. Da die Harnröhre von Frauen kürzer ist und somit Krankheitserreger schneller und einfacher in die Blase gelangen können, leiden sie häufiger an Entzündungen. Auch eine Schwangerschaft kann die Infektion begünstigen: Durch den veränderten Hormonspiegel weiten sich die Harnwege – Bakterien steigen leichter in die Blase auf. Betroffen sind aber auch ältere Männer, deren vergrößerte Prostata den Harnabfluss stört. Harnwegsinfekte machen sich durch ein Brennen beim Wasserlassen, einen häufigen Harndrang, Schwierigkeiten beim Harnhalten und Schmerzen im Unterbauch bemerkbar. Entscheidend ist es, schon bei beginnenden Beschwerden schnell zu handeln. Denn wenn sich die Keime weiter ausbreiten und über einen oder beide Harnleiter von der Blase ins Nierenbecken wandern, kann auf eine Blasenentzündung eine Nierenbeckenentzündung folgen. Hohes Fieber, starke Schmerzen in der Nierengegend und ein schweres Krankheitsgefühl sind dafür die Symptome.
Bewährte Vorbeugemittel gegen Harnwegs-, Nieren- und Blasenleiden sind Cranberry, Heidelbeere und Preiselbeere. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Cranberry können die Blasenschleimhaut auf natürliche Weise schützen. In Verbindung mit Vitamin C werden die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt und die gesunde Funktion der Blase unterstützt. Säfte, Toniken und Tees aus Cranberry-Beeren, Heidelbeeren oder Preiselbeeren enthalten reichlich Proanthocyanidinen (PAC) und Anthocyanen (blaue Pflanzenfarbstoffe). Diese Pflanzenstoffe erschweren es Krankheitserregern, sich an die Innenwand von Harnwegen und Blase anzuheften. Sie bilden einen schützenden Film auf der Blasenschleimhaut und so wird die Widerstandsfähigkeit der Harnwege effektiv gestärkt.
Was bedeutet PAC?
Es liegen mittlerweile viele wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirkung von Cranberryfrüchten bzw. -zubereitungen zur Unterstützung der Blasengesundheit vor. Die renommierte französische Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSSA) hat bestätigt, dass die Aufnahme von mindestens 36 mg PAC (Proanthocyanidine) aus Cranberries täglich positive Effekte auf die Gesundheit der Harnwege und der Blase hat.
Viel trinken ist gesund.
Ob vorbeugend oder lindernd: Für die Gesundheit von Blase, Niere und Harnwegen können wir selbst aktiv werden. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Menge der Flüssigkeit, die wir zu uns nehmen. Vor allem die Niere richtet ihre Arbeit am Gesamtgehalt des Wassers im Körper aus. Sie sorgt dafür, dass dieser immer gleich bleibt, indem sie die Wasserabgabe an die Wasseraufnahme anpasst. Je mehr Wasser getrunken wird, desto mehr müssen die Nieren ausscheiden. Viel zu trinken beschäftigt aber nicht nur die Nieren. Es hilft auch dabei, die ableitenden Harnwege gut durchzuspülen und Harnwegsinfektionen vorzubeugen. Außerdem wird so der Urin verdünnt. Über den Tag verteilt, sollten wir mindestens zwei Liter zu uns nehmen. Besondere Nieren- und Blasentees enthalten Pflanzenextrakte wie Grünen Hafer, Brennnessel, Löwenzahn, Birke, Zinnkraut (auch Schachtelhalmkraut genannt), die die Niere zur Harnproduktion anregen.
Extra-Tipp: Immer gut warm halten und die richtige Hygiene beachten.
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