Heublumen sind ein Nebenprodukt der Heugewinnung und können daher sehr unterschiedlich in der Zusammensetzung sein. Überwiegen sollte jedoch der Anteil an Gräserblüten, beispielsweise Ruchgras, Lolch, Fuchsschwanzgras, Trespe usw.
Die durchblutungsfördernde Wirkung von Heublumenbädern oder kompressen wird zur Behandlung von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises (volkstml. Rheuma) genutzt. Die Wirksamkeit begründet sich nur auf Erfahrungswerte, ist also wissenschaftlich nicht belegt.
Für Personen, die an Heuschnupfen leiden oder zu Allergien neigen, ist eine Therapie mit Heublumen nicht anzuraten! (s. Hinweise)
Bäder:
ca. 500 g Heublumen werden mit 3 - 4 l kochendem Wasser übergossen, man hält die Mischung etwa eine Minute am Sieden und lässt sie ca. 30 Minuten zeihen. Dieser Auszug wird einem Vollbad zugesetzt. Badedauer max. 15 Minuten, danach eine Stunde Bettruhe.
Heublumensack:
Der feuchtheiße Heublumensack (ca. 42°C) wird 1 2 mal täglich auf die zu behandelnde Stelle aufgelegt, abgedeckt und 40 bis 50 Minuten auf der Stelle belassen. Aus hygienischen Gründen soll der Heublumensack nur einmal verwendet werden!
Nicht anwenden bei offenen Verletzungen. Bei akuten rheumatischen Schüben oder akuten Entzündungen führt eine Wärmetherapie zur Verschlimmerung der Beschwerden. Nicht anwenden bei Heuschnupfen (Allergie gegen Gräserpollen).
Heublumen können Allergien auslösen.
Prinzipiell sollte keine Badtherapie bei größeren offenen Verletzungen hohem Fieber, Infektionskrankheiten, Herzinsuffizienz oder Hypertonie durchgeführt werden.
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