Der Holunder ist ein flach wurzelnder, bis zu 7 m hoher Baum. Seine gelblich-weißen Blüten besitzen einen charakteristischen Geruch und schmecken schleimig-süß. Die getrockneten Blüten sind bei uns als Fliedertee bekannt. Die reifen schwarzen Beeren schmecken süß-säuerlich und sind nur nach ausreichendem Erhitzen genießbar.
Der Holunder ist in Europa, Nordafrika sowie in West- und Mittelasien beheimatet. Importiert wird die Droge hauptsächlich aus Portugal, Ungarn, Polen und Rußland.
Holunderblüten enthalten Flavonoide, ätherische Öle, Pflanzensäuren, Schleim- und Gerbstoffe. Der Tee, bekannt als Fliedertee, wird in der Volksmedizin als schweißtreibendes Mittel bei fieberhaften Erkältungskrankheiten und zur Vermehrung des Bronchialschleims bei trockenem Husten eingesetzt. Oft wird er auch mit Lindenblüten gemischt angewandt.
Die gewässerten, dann in Ausbackteig getauchten und frittierten frischen Blütenstände sind als Hollerküchle bekannt.
Holunderblüten werden auch zur Zubereitung alkoholischer Getränke (Wein, Sekt) verwendet. Die reifen Beeren werden zur Saft- und Marmeladebereitung genutzt und spielen medizinisch keine Rolle mehr.
Der Verzehr roher oder ungenügend erhitzter Früchte kann zu Übelkeit und Erbrechen führen!
Tee:
2 Teelöffel (ca. 2 4 g) Holunderblüten werden mit 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 5 Min. abgeseiht. Täglich 1 bis 2 Tassen frisch bereiteten Teeaufguss möglichst heiß trinken.
Mittlere Tagesdosis:
10 bis 15 g Droge.
Zubereitungen:
Entsprechend 10 bis 15 g Droge.
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