Die Schwarze Johannisbeere ist ein etwa 2 m hoher, sommergrüner Strauch mit 35 - lappigen Blättern. Die grünlichweißen Blüten sitzen in hängenden Trauben und bilden blauschwarze, kugelige Früchte. Die Beeren und auch der Strauch riechen eigenartig. Die Blätter und die Früchte sind nur in der Volksmedizin von Bedeutung, ansonsten eher als Lebensmittel zu betrachten.
Die Pflanze ist in Mittel- und Osteuropa, Australien und Kanada beheimatet. Importiert wird die Droge hauptsächlich aus Polen, Rumänien und Ungarn.
Blätter der Schwarzen Johannisbeere:
Die während oder kurz nach der Blütezeit gesammelten Blätter enthalten Flavonoide, Proanthocyanidine und Vitamin C. Volksmedizinisch werden sie zur Erhöhung der Harnmenge und bei Gicht oder Rheuma angewandt. Die frischen, zerriebenen Blätter werden zur Behandlung von Insektenstichen verwendet.
Früchte:Die reifen Früchte sind reich an Anthocyanen, Flavonoiden, Polyphenolen und Vitamin C, das Öl der Samen an gamma-Linolensäure. Volksmedizinisch verwendet werden die frischen Früchte in Form von Sirupen, Saft oder Bonbons, die getrockneten Beeren in Form von Tee zur unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten. Die Wirksamkeit bei den angegebenen Anwendungsgebieten ist nicht belegt, so dass eine therapeutische Verwendung nicht empfohlen werden kann, es spricht jedoch nichts gegen eine Verwendung als Lebensmittel.
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