Der Löwenzahn ist auf der ganzen nördlichen Erdhalbkugel mit vielen Unterarten und Varietäten weit verbreitet. Medizinisch verwendet werden das zur Blütezeit gesammelte Kraut und die Wurzel. Die jungen frischen Blätter kann man auch als Salat oder Suppen zubereiten.
Der Löwenzahn ist mit vielen Unterarten und Varietäten auf der gesamten nördlichen Halbkugel heimisch. Importiert wird die Droge hauptsächlich aus Ungarn, Polen, Bulgarien und der dem ehemaligen Jugoslawien.
Der Löwenzahn enthält zahlreiche Bitterstoffe und eignet sich daher zur Behandlung von Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit und zur Förderung des Gallenflusses bei Fettverdauungsstörungen. Das Kraut ist reich an Kalium, was vermutlich zu der wassertreibenden und mild abführenden Wirkung beiträgt. Verwendet wird die ganze Pflanze (Kraut und Wurzel) auch in der Volksmedizin zur Durchführung sog. Frühjahrskuren und zur Bereitung von Blutreinigungstees. Die volksmedizinische Nutzung der frischen Blätter als Diabetikergemüse entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.
Tee:
1 bis 2 Teelöffel Löwenzahnkraut mit Wurzel werden mit ca. 150 ml Wasser kurz aufgekocht und nach etwa 15 Minuten abgeseiht. Morgens und Abends 1 Tasse frisch zubereiteten Tee trinken.
Anwendungsdauer:Zubereitungen aus Löwenzahn sollten kurmäßig über 4 bis 6 Wochen angewendet werden.
Löwenzahn ist als Frischpflanzensaft erhältlich aber auch Bestandteil von sog. Blutreinigungstees und vieler Fertigarzneimittel aus der Gruppe der Gallenwegstherapeutika, Magen-, Darmmittel und Diuretika.
Durch die Förderung der Magen- und Gallensekretion können bei empfindlichen Personen Magenbeschwerden ausgelöst werden. Der Milchsaft (vor allem im Stengel der frischen Pflanze enthalten) kann in seltenen Fällen zu Allergien führen.
Bei Gallensteinleiden ist vor Anwendung die Rücksprache mit dem Arzt erforderlich!
Ein Verschluss der Gallenwege oder Darmverschluss (Ileus) sowie bei bakteriellen Gallenblasenentzündungen (Gallenblasenempyem) verbietet sich die Verwendung von Löwenzahn wegen der möglichen Auslösung von Koliken. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Risiken oder Nebenwirkungen bekannt.
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