Der Pomeranzenbaum ist ähnlich wie der Zitronenbaum, ein bis zu 5 m hoher Baum mit immergrünen Blättern und weißen, angenehm duftenden Blüten. In der Volksmedizin werden die Blüten, die Schale der Früchte und die unreifen Früchte verwendet.
Der Pomeranzenbaum ist im tropischen Asien beheimatet, wird aber bereits im Mittelmeerraum kultiviert.
Pomeranzenblüten:
Die Blüten enthalten ätherisches Öl, Bitterstoffe und Flavonoide und sollen als mildes Beruhigungsmittel bei Nervosität und Schlafstörungen helfen. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt, so dass eine therapeutische Anwendung nicht befürwortet werden kann.
Unreife Pomeranzen, Pomeranzenschale:
Die Schalen (und damit auch die Früchte) enthalten neben ätherischem Öl vor allem Bitterstoffe und werden als appetitanregendes Mittel und bei Verdauungsstörungen wie Völlegefühl und Blähungen verwendet. Das ätherische Öl wird auch zur Parfümherstellung verwendet.
Pomeranzenblütentee:
Ein bis zwei Teelöffel (etwa 1 bis 2 g) getrocknete Pomeranzenblüten werden mit kochendem Wasser übergossen und nach 5 Minuten abgeseiht. Den frisch bereiteten Tee abends vor dem Schlafengehen trinken.
Pomeranzenschale, -früchte:
Üblicherweise werden fertige Tinkturen oder andere Zubereitungen verwendet und zur Appetitanregung eine halbe Stunde vor und zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden nach den Mahlzeiten eingenommen.
Pomeranzenblüten sind als Tee erhältlich, Auszüge aus der Pomeranzenschale finden sich in einigen Fertigarzneimitteln zur Behandlung von Verdauungsstörungen und in einigen Stärkungsmitteln. Ferner ist die Verwendung als Geschmackskorrigens und in der Kosmetik üblich.
Nicht in höherer Dosierung anwenden!
Die Pomeranzenschale enthält Synephrin, eine kreislaufaktive Substanz, die möglicherweise auf das Herz toxisch wirkt.
Nicht anwenden, wenn eine Steigerung der Säureproduktion des Magens unerwünscht ist, z.B. Magenschleimhautentzündung oder Magen-Darm-Geschwüren.
Bei empfindlichen Personen kann die Einnahme zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut führen. Die Pomeranze enthält in allen Pflanzenteilen den Bitterstoff Naringin, das auch in der Grapefruit vorkommt. Von der Grapefruit weiß man, dass ihr Verzehr den Abbau von bestimmten Arzneimitteln hemmen und somit zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Daher sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Anwendung befragen, falls Sie andere Medikamente einnehmen müssen.
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