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| Mar 1, 2017

Acerola

Pflanze: Malpighia glabra / Synonym: Malpighia punicifolia
Familie: Malpighiengewächse (Malpighiaceae)

Die leuchtend roten, annähernd kugeligen Früchte der Acerola sind echte Vitamin C-„Bomben“. Mit rund 1700 Milligramm Vitamin C pro 100g Fruchtfleisch stellen sie so ziemlich alles in den Schatten, was im Obst- und Gemüseregal zu finden ist. Acerola wird als „Superfood“ oder „Powerfrucht“ gehandelt.

Vitamin C ist an zahlreichen immunologischen Funktionen des Körpers beteiligt. Es fördert die Bildung von Abwehrzellen und von Interferon, einem wichtigen immunstimulierenden Botenstoff, der auch gegen Viren und Tumorzellen aktiv ist. Ein Mangel an Vitamin C im Körper schränkt nachweislich die Immunabwehr gegenüber Infekten ein und behindert die Wundheilung. Außerdem haben Studien gezeigt, dass bei Infektionen der Verbrauch des Vitamins steigt.

Von Bedeutung ist aber auch die stark antioxidative Wirkung. Vitamin C ist ein potenter „Radikalfänger“. Freie Radikale sind aggressive Nebenprodukte des Stoffwechsels. Sie zerstören biologische Strukturen und sind an Alterungsprozessen, Gefäßschäden und degenerativen Erkrankungen, wie der Arthrose, beteiligt. Vitamin C ist das wichtigste lösliche „Antioxidans“ im Körper.

Acerola-Vitamin C wird allgemein zur Gesunderhaltung und im Besonderen als Zellschutz und zur Immunstärkung empfohlen, zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionskrankheiten, wie  der Grippe, besonders zur nass-kalten Jahreszeit. Erhöhter Vitamin C Bedarf besteht aber auch bei Stress, Fehlernährung oder Leistungssportlern. Die Frucht liefert auch wichtige Mineralstoffe, wie Natrium, Kalium, Eisen, Zink, Calcium und Magnesium und  ist reich an Vitamin A (Beta -Carotin) und an B-Vitaminen.

Beschreibung

Die „Acerolakirsche“ sieht unserer heimischen Kirsche in Größe und  Gestalt  ähnelt, ist aber keineswegs mit ihr verwandt. Die tropische Steinfrucht gehört zur Familie der Malpighiengewächse. Ihr bekanntester Vertreter sind Lianen.

Acerolas wachsen an  immergrünen Sträuchern oder kleinen Bäumen mit ovalen, ledrigen Blättern. Zur Regenzeit treiben sie pinkfarbene oder weiße Blüten, aus denen bis zu viermal jährlich innerhalb von nur 25 Tagen die Früchte reifen. Das extrem saftige Fruchtfleisch ist säuerlich, von einer dünnen, glänzenden Haut ummantelt und in drei prall gefüllte Kammern segmentiert, die je einen Kern tragen. 

Die druckempfindliche Frucht ist weder lager- noch transportfähig, verdirbt nach der Ernte innerhalb von drei bis fünf Tagen und ist wegen ihres  hohen Säuregehalts auch nicht wirklich zum direkten Verzehr geeignet. Sie schmeckt getrocknet im Müsli oder verleiht pikanten Gerichten eine exotische Note. Vor allem aber ist sie eine hervorragende Vitamin C Beigabe in hochwertigen Kräuter-Elixieren und Fruchtsäften. Auch reiner Saft wird angeboten.

Herkunft

Acerola ist in Südamerika beheimatet, in feuchtem, subtropischem Klima. Hier findet man den Baum an Straßenrändern, feuchten Schluchten und Flussufern, aber auch in trockenen Kalksteingebieten oder an felsigen Berghängen.  Der genaue Ursprung wird auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan vermutet. Haupterzeuger sind heute  Brasilien, Mexiko, Jamaika, Florida, Panama, Guatemala, Brasilien und Indien. Bekannt ist Acerola auch als „Antillenkirsche“, „ Puerto-Rico-Kirsche“, „Westindische Kirsche“, „Jamaika-Kirsche“ oder „Barbados-Kirsche“.

Hinweis

Mit künstlich hergestelltem Vitamin C Pulver sind natürliche Vitamin C Quellen nicht zu vergleichen. Direkt aus der Frucht bildet Vitamin C einen Komplex mit zahlreichen anderen Verbindungen und wird dank seiner natürlichen Begleitstoffe vom Körper besser aufgenommen und leichter in den biologischen Prozessen verarbeitet. Außerdem ist es in der Regel so besser verträglich. Die reine Ascorbinsäure, das Vitamin C, die in Pulverform oft als „Vitamin C“ gehandelt wird, ist nur ein Teil dieses Komplexes.

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