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| 16.01.2017

Pfefferminze

Pflanze: Mentha x piperita L. / Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Pfefferminzblätter enthalten ein ätherisches Öl, dessen Zusammensetzung stark vom Entwicklungstand der Blätter bei der Ernte abhängt.

Als Hauptbestandteile sind Menthol, Menthon und Menthylacetat zu nennen. Ferner enthält die Pflanze Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren und Flavonoide. Pfefferminzblätter und das ätherische Öl besitzen eine krampflösende und blähungstreibende Wirkung und führen zu einer beträchtlichen Steigerung der Gallensekretion. Ferner ist eine antiseptische Wirkung beschrieben. Pfefferminztee eignet sich daher zur Behandlung von krampfartigen Beschwerden im Magen- und Darmbereich, Verdauungsbeschwerden und Blähungen.

Das insgesamt stärker wirkende Pfefferminzöl wird auch äußerlich zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen, bei Muskel- und Nervenschmerzen, Mundschleimhautentzündungen und Erkältungskrankheiten verwendet. Pfefferminzöl selbst besitzt keine abschwellende Wirkung auf die Nasenschleimhaut, jedoch wird bei Schnupfen das Gefühl einer besseren Nasenatmung vermittelt, was vermutlich auf die kühlende Wirkung des Menthols zurückzuführen ist.

Zubereitungen aus der Pfefferminze werden weit verbreitet auch in kosmetischen Präparaten (Zahnpasten, Mundwässer, Körperpflegeprodukte) und als Gewürz in der Lebensmittel- und Süßwarenindustrie eingesetzt. Pfefferminztee eignet sich auch als erfrischendes Getränk.

Beschreibung

Die Pfefferminze ist ein Artenbastard, bestehend aus einer Kreuzung aus Wasserminze (M. aquatica) und Krauseminze (M. spicata). Mentha spicata ist ebenfalls ein Bastard aus Mentha longifolia und Mentha rotundifolia. Deswegen kann sie nur sortenrein durch Ausläufer oder Stecklinge vermehrt werden. Weiterhin unterscheidet man dunkelgrüne und hellgrüne Typen. Am bedeutendsten ist heute noch die in England entwickelte Sorte Mitcham. Die Pflanze wird 50 cm bis 90 cm hoch, der meist kahle Stängel ist häufig violett unterlaufen und die Blätter duften beim Zerreiben charakteristisch nach Menthol. Die in Scheinähren stehenden Blüten sind blass rot bis violett gefärbt.

Medizinisch verwendet werden die Blätter und das daraus gewonnene ätherische Öl. Sog. Minzöle wie z.B. das Japanische Pfefferminzöl, zeichnen sich durch einen hohen Mentholgehalt aus und werden aus in China, Indien und Brasilien kultivierten Subspezies der Ackerminze (Mentha arvensis var. piperascens oder var. glabrata) gewonnen.

Herkunft

Die Pfefferminze ist in Europa und Nordamerika weit verbreitet und meist kultiviert. Hauptexportländer sind Bayern und Thüringen. Weitere wichtige Länder für zum Drogenexport sind derzeit Spanien, Griechenland und Bulgarien.

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