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| Jan 16, 2017

Sonnenhut, Echinacea

Pflanze: Echinacea pallida NUTT., purpurea (L.) MOENCH. / Familie: Korbblütler (Asteraceae = Compositae)

Präparate aus Sonnenhut werden zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte, Zubereitungen aus dem Kraut des purpurnen Sonnenhuts auch zur Wundbehandlung eingesetzt.

Welchen Inhaltsstoffen die immunstimulierende Wirkung zuzuschreiben ist oder ob sie das Ergebnis des Zusammenspiels der einzelnen Komponenten ist, ist noch nicht genau bekannt. Als wirksame Bestandteile werden Polysaccharide, Kaffeesäurederivate, Polyacetylene und Alkylamide ungesättigter Fettsäuren diskutiert. Diese Stoffe finden sich in ähnlicher Zusammensetzung sowohl im purpur- als auch im blassfarbenen Sonnenhut.

Bekannt und am besten untersucht sind Zubereitungen aus dem Kraut des Purpursonnenhuts und der Wurzel des blassblütigen Sonnenhuts. Die Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte beruht auf einer Stimulierung des unspezifischen Immunsystems, wie eine Steigerung der Phagozytoseaktivität der Fresszellen und die Förderung der Freisetzung von Interleukin, Interferon und Tumornekrosefaktor alpha. Die antiviralen Effekte scheinen nicht auf einer virenabtötenden Wirkung zu beruhen, sondern auf einer Hemmung des Eindringens von Viren in die Zelle. Dies kann möglicherweise in der frühzeitigen Behandlung einer Herpes simplex Infektion (Lippenbläschen) mit einer Salbe hilfreich sein.

Sonnenhutpräparate werden häufig zur Vorbeugung und Verkürzung der Erkrankungsdauer von Erkältungen (Husten, Schnupfen), Harnwegsinfektionen und bei Infektanfälligkeit empfohlen. Der beste Erfolg wird bei frühzeitiger Anwendung, also zu Beginn der ersten Krankheitszeichen, erzielt. Eine ununterbrochene Anwendung über längere Zeit (mehr als 8 Wochen) ist nicht zweckmäßig, da eine Stimulierung der Abwehrkräfte nur begrenzt möglich ist. Nicht unüblich ist eine Intervallbehandlung mit 3-4 tägiger Anwendung und jeweils gleichlanger Pause.

Beschreibung

Der Sonnenhut ist im mittleren Nordamerika heimisch und wurde schon von den Indianern als Heilpflanze geschätzt. Heutzutage wird er aber auch hier als Zierpflanze angebaut. Je nach Art wird der Sonnenhut bis zu 180 cm hoch (purpurner Sonnenhut). Charakteristisch sind seine Blüten mit den zum Teil nach unten geschlagenen Blütenblättern und den an einen Igel erinnernden Blütenkopf. Schmalblättriger und blassblütiger Sonnenhut sind vom Aussehen sehr ähnlich und unterscheiden sich vor allem in der Wuchshöhe. Der schmalblättrige Sonnenhut erreicht nur eine Höhe von 50 cm, während der blassblütige bis zu 120 cm hoch wird. Die Pollenkörner sind bei purpurnen und schmalblättrigen Sonnenhut gelb, beim blassblütigen weiß.

Herkunft

Die Heimat des Sonnenhuts ist Nordamerika. Mittlerweile wird die Pflanze auch in Europa kultiviert.

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