Preisträger 2020

Mit einem digitalen Event wurde in diesem Jahr am 17. November 2020 der 11. Salus-Medienpreis verliehen. Vier herausragende journalistische Beiträge wurden für ihre relevanten Recherchen und Erkenntnisse zu Gentechnik, Ökologie und Umwelt ausgezeichnet.

Die TV-Dokumentation von Michael Heussen und Ingolf Gritschneder wurde mit dem Hauptpreis gewürdigt. 

Michael Heussen und Ingolf Gritschneder: „Bayer – Die Fusion und die Folgen“

Salus-Medienpreis – Hauptpreis (Preisgeld: 6.000 Euro)

Der Hauptpreis wurde in diesem Jahr an Michael Heussen und Ingolf Gritschneder für deren TV-Dokumentation „Bayer – Die Fusion und die Folgen“ verliehen.

In ihrem Beitrag, welcher  am 26.06.2019 im WDR gesendet wurde, befassen sie sich mit den Auswirkungen und den Praktiken von Bayer und seinem Führungsmanagement, die Entscheidung zu rechtfertigen, den US-Konzern Monsanto und dessen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu übernehmen. Zudem recherchierten sie intensiv zu den gerichtlichen Auseinandersetzungen einer Reihe von Krebserkrankten, welche Glyphosat, und damit Monsanto und Bayer, für ihre Erkrankung verantwortlich machen.

Michael Heussen, geboren 1969, ist Redakteur sowie Reporter und hat seit seinem BWL-Studium in Duisburg, Troyes und Köln unter anderem für den Weltspiegel, die Tagesschau in der ARD und WDR gearbeitet.  Co Autor Ingolf Gritschneder, ist Jurist und seit 1988 als freier Journalist und Autor sowohl für Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung, DIE ZEIT oder Die Welt tätig, als auch als Fernseh-Autor im wesentlichen für den WDR.

Die Dokumentation „Bayer- Die Fusion und die Folgen“ wurde am 26.06.2019 im WDR gesendet.

Dr. Susanne Dohrn: „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“

Salus-Medienpreis – 1. Sonderpreis  (Preisgeld: 1.000 Euro)

Dr. Susanne Dohrn: „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“

Den Sonderpreis erhielt Dr. Susanne Dohrn für ihr Buch „Der Boden: Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“. Ihr im Oktober 2019 erschienenes Buch befasst sich auf einer wissenschaftlichen Basis mit den vielschichtigen Zusammenhängen zwischen dem Klimawandel und dem Ökosystem Boden, welcher trotz seines entscheidenden Einflusses auf das Weltklima eine bis dato eher untergeordnete Beachtung erfährt. Dr. Susanne Dohrn erläutert hier eindringlich die zentrale Rolle von Mikroorganismen für das Ökosystem Boden und schildert so auch anschaulich, in welchem Maße industrielle Landwirtschaft und Bodenspekulation dieses faszinierende Zusammenspiel gefährden können. Nachdrücklich plädiert Dr. Susanne Dohrn für eine Wertschätzung und Anerkennung des Bodens als wertvolle Ressource und einen anderen, verantwortungsvollen Umgang damit.

Dr. Susanne Dohrn ist Verfasserin einer Vielzahl verschiedener Publikationen, von politikwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Themen bis hin zu geschichtlich-historischen Interessensfeldern. 


Buch, erschienen im Christoph Links Verlag

Martina Gatzka: „Heute ernten, morgen säen“

Salus-Medienpreis – 2. Sonderpreis  (Preisgeld: 1.000 Euro)

Martina Gatzka: „Heute ernten, morgen säen“

Martina Gatzka wurde für den von ihr verfassten Beitrag  „Heute ernten, morgen säen“ ausgezeichnet. In ihrem Artikel beschäftigt sie sich mit der Wichtigkeit von nachbaufähigem Saatgut für den ökologischen Anbau und zeigt illustrativ die Unterschiede der verschiedenen Typen von Saatgut der heutigen Landwirtschaft, sowie die Problematik von sogenannten „Einmalsorten“ oder „Hybridsaatgut“. Eindrucksvoll beschreibt sie den Aufschwung des Hybridsaatguts und die Folgen für Wirtschaft, Landwirtschaft und Umwelt. Zudem stellt sie vier gemeinnützige Vereine vor, welche Projekte zur Züchtung von nachbaufähigem Saatgut ins Leben gerufen haben und zeigt damit auch Beispiele und Initiativen auf, die als Vorbilder für die zukünftige Landwirtschaft fungieren könnten.

Artikel, erschienen im Magazin KREO

Prof. Dr. rer. nat. Matthias Glaubrecht: „Das Ende der Evolution – Der Mensch und die Vernichtung der Arten“

Otto-Greither-Sonderpreis (Preisgeld: 1.000 Euro)

Prof. Dr. rer. nat. Matthias Glaubrecht: „Das Ende der Evolution – Der Mensch und die Vernichtung der Arten“

Der Otto-Greither-Sonderpreis wurde in diesem Jahr an Prof. Dr. rer. nat. Matthias Glaubrecht für sein Buch „Das Ende der Evolution: Der Mensch und die Vernichtung der Arten“ verliehen. In seinem Werk beschäftigt er sich umfassend mit dem Artensterben, welche er als eine durch den Menschen verursachte biologische Tragödie bezeichnet. Was bedeutet dies für unsere Umwelt, den Menschen? Läutet es gar ein Ende der Evolution ein? Ob diese Entwicklung noch aufzuhalten ist und was wir konkret tun können, um unsere Ökosysteme nachhaltig zu schützen, erklärt der Autor eindrucksvoll, sachlich und umfangreich.

Der Evolutionsbiologe und Professor für Biodiversität an der Universität Hamburg widmet sich im Rahmen seiner umfassenden Forschungsarbeiten den Themen Biodiversität, Evolution sowie Wissenschafts­geschichte der Biologie.

Glaubrecht ist als Wissenschaftsjournalist für Zeitungen und Zeitschriften wie die Zeit, den Tagesspiegel, für die Frankfurter Rundschau und die Naturwissenschaftliche Rundschau tätig.

Buch, erschienen im C.Bertelsmann Verlag 

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