Über Salus

Für die meisten Menschen ist es ein inneres Bedürfnis – für uns seit mehr als 100 Jahren gelebte Leidenschaft: Einen natürlichen Weg zu finden, gesund zu sein. Wissend um die wohltuenden Kräfte der Natur, entwickeln wir innovative Rezepturen, die der Gesundheit und dem Wohlbefinden dienen. Dabei verwenden wir nur die besten Rohstoffe. Sorgfältig ausgewählt und schonend verarbeitet, entstehen hervorragende Produkte, die nachhaltig begeistern. Vom Tonikum bis zum Tee, von Tropfen bis zu Tabletten: Mit Salus genießt man das gute Gefühl, täglich etwas für sich und die Umwelt zu tun.

Wer wir sind

Kommen Sie mit unserem neuen Unternehmensfilm mit auf eine Reise auf unsere Versuchs- und Anbaufelder, in unsere Produktentwicklung und unsere Produktion. Eine Reise in die Salus Welt, bei der Sie die Menschen hinter Marke Salus kennenlernen…

Unsere Versprechen

Kaum etwas ist so wichtig wie die Gesundheit. Doch im Alltag geht uns oft das Gefühl verloren, dass Gesundheit etwas ganz Natürliches sein kann: Der Weg zu mehr Lebensqualität führt zurück zur Natur. Nur wenige kennen diesen Weg so gut wie wir. Wir gehen ihn seit viele Jahrzehnten. Und wir erkunden ihn täglich neu, denn „Unsere Kraft liegt in der Natur“.

Unser Claim ist der Kern unserer Markenidentität. Diese haben wir nach über 100-jähriger Firmengeschichte 2022 neu definiert. Wir haben Bekanntes mit Ambition weiterentwickelt, ohne unsere Wurzeln zu verlieren – so wie es bei Salus seit jeher Tradition ist. Damit das auch weiterhin so bleibt, geben wir Ihnen vier Versprechen:

Aus Liebe zum Menschen und zur Natur

Die Liebe zu den Menschen und zur Natur treibt uns täglich an, die Welt nachhaltig zu verbessern. Wir sind davon überzeugt, dass wahres Glück nur im Einklang mit der Natur möglich ist. Wenn wir sie wahren, gibt sie uns das tausendfach zurück: Mit ihren wertvollen Schätzen, die wir zum Wohle der Menschen nutzen.

Unsere Wissensschätze haben Zukunft

Wissen schafft Innovationen: Und nur wenige verfügen über ein so ausgeprägtes Wissen um die heilenden und wohltuenden Kräfte der Natur wie wir. Seit mehr als 100 Jahren erforschen wir ihren schier unerschöpflichen Heilmittelschatz. Mit dieser Erfahrung entwickeln und produzieren wir innovative Rezepturen, die zur Gesundheit und zum Wohlbefinden beitragen.

Für uns steht Qualität über allem

Aus dem Besten an Kräutern und Rohstoffen, das man überhaupt finden kann, entstehen mehr als nur die besten Produkte. Von der Auswahl über die Prüfverfahren bis hin zur Produktion: Wir geben unseren Kund:innen die Sicherheit, dass sie das Beste für sich und die Umwelt tun. Dadurch steigern wir nicht nur die Produktqualität, sondern auch die Lebensqualität nachhaltig.

Wir begeistern Menschen

Wir begeistern uns jeden Tag aufs Neue dafür, etwas Gutes für unsere Mitmenschen und unsere Umwelt zu tun. Mit Leidenschaft arbeiten wir daran, dass man das Leben auf gesunde Art genießen kann. Gemeinsam entwickeln wir Produkte, die unsere Kund:innen zu begeisterten Fans unserer Marke machen.

Unsere Kraft liegt in der Natur

Das Familienunternehmen

Salus ist seit 1916 – seit der Firmengründung – familiengeführt und das heute bereits in vierter Generation.

Gründer und Arzt Dr. med. Otto Greither zeigte seinen Mitmenschen einen natürlichen Weg zum gesunden Leben. Das Erbe des großen Reformers wurde von seinem Sohn Otto Greither visionär fortgeführt: Er stellte unser Unternehmen auf eine breite, wissenschaftliche Basis, verankerte den Umweltgedanken und leitete damit eine bis heute anhaltende Ära des natürlichen und nachhaltigen Fortschritts ein. Für sein Engagement wurde Otto Greither mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. 

2015 stieg Dr. Florian Block in die Geschäftsführung mit ein. Er ist der Ehemann von Otto Greithers Enkelin Katrin Greither-Block.

Verbände und Organisationen

Als Salus Gruppe engagieren wir uns in zahlreichen Verbänden und Organisationen. Denn dadurch können wir von anderen lernen und dabei selbst Vorbild sein. Wir schätzen den Austausch innerhalb unterschiedlicher Branchen sehr. In folgenden Verbänden sind wir teilweise seit Jahrzehnten aktiv:

Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V.

Die Bio-Lebensmittelhersteller im deutschsprachigen Europa haben sich zur Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V. (AöL) zusammengeschlossen. Sie setzen sich für eine ökologisch und sozial geprägte Marktwirtschaft ein, um ein nachhaltigeres Ernährungssystem zu gestalten und um das Wertebewusstsein für ökologische Lebensmittel zu fördern. Die knapp 130 Mitglieder entwickeln gemeinsam die ökologische Lebensmittelwirtschaft weiter und wirken als Pioniere mit vielen Leuchtturmprojekten auch in andere wirtschaftliche und gesellschaftliche Bereiche hinein. 

Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V.

Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Arzneimittelindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeitende beschäftigen. Die im BAH organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien Arzneimittel. 

Deutscher Tee & Kräutertee Verband e.V.

Der Deutsche Tee & Kräutertee Verband e. V. setzt sich für die Interessen seiner Mitglieder ein – vorwiegend kleine und mittelständischen Unternehmen mit über 5.000 Arbeitsplätzen allein in Deutschland – und für Tees, Kräuter- und Früchtetees als gesunde Lebensmittel. Zu seinen Zielen gehört es, zu informieren, Verbraucherinteressen zu schützen und dabei für gesetzliche Regelungen zu werben, die Verbraucherschutz und wirtschaftliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigen. Mit seiner Arbeit und dem Engagement ihrer Mitglieder will der Verband Qualitäts- und Sozial-Standards etablieren, die auch international Vorbildcharakter haben.

Lebensmittelverband Deutschland e.V.

Der Lebensmittelverband Deutschland e. V. ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette „von Acker bis Teller“, u.a. aus Landwirtschaft, Handwerk, Industrie, Handel und Gastronomie an. Ausgehend von seinen Kernkompetenzen Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde bzw. Lebensmittelwissenschaft bündelt und vertritt er die Interessen der Akteur:innen der Lebensmittelwirtschaft entlang der gesamten Lebensmittelkette bei allen übergreifenden Fragestellungen. 

Forschungsvereinigung der Arzneimittelhersteller e.V. (FAH)

Die Forschungsvereinigung der Arzneimittel-Hersteller e.V. (FAH) wurde 1992 als eine wissenschaftliche Einrichtung für die Gemeinschaftsforschung durch vorwiegend kleine und mittelständische Arzneimittelhersteller gegründet. Ziel der FAH ist es, eine firmenübergreifende Zusammenarbeit von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu organisieren. Unterschiedliche Fragestellungen aus der Arzneimittelindustrie werden in den speziellen Arbeitskreisen und -gruppen der FAH diskutiert und Lösungen durch geeignete Forschungsvorhaben an qualifizierten Forschungsstellen erarbeitet.

ÖKOPLANT e.V.

ist ein gemeinnütziger Verein für den ökologischen Arznei- und Gewürzpflanzenanbau. Er vertritt ein sehr breit gefächertes Erzeugerspektrum: von gartenbaulich geprägten Kleinbetrieben bis hin zu großflächig arbeitenden Ackerbaubetrieben mit Vertragsanbau. Die wichtigsten Aufgaben und Ziele des Vereins sind, Informationen und Erfahrungen auszutauschen, das Zusammenwirken zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern und die Öffentlichkeit über Themen des ökologischen Arznei- und Gewürzpflanzenanbaus aufzuklären.

Zudem sind wir in der Forschungsvereinigung der Arzneimittelhersteller e.V. (FAH), in der Gesellschaft für Phytotherapie e.V. (GPT), in der Kooperation Phytopharmaka GbR und im Verein zur Förderung des Heil- und Gewürzpflanzenanbaus in Bayern e.V. tätig. Im BÖLW sind wir mittelbar über den AöL Mitglied.

Den gemeinsamen Austausch in den Verbänden und die Einblicke schätzen wir sehr. Teilweise sind wir bereits seit Jahrzehnten aktiv. Als Gründungsmitglied des AÖLs z.B. seit über 30 Jahren. Die Gespräche und Diskussionen innerhalb der Organisationen bringen uns dabei oft wichtige Anregungen. Gleichzeitig wollen wir durch unser Engagement etwas in den Branchen bewegen, um am Ende gesamtgesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Unsere Geschichte

Mit seiner Salus-Kur legte der Arzt Dr. med. Otto Greither den Grundstein für unser Unternehmen als Hersteller von Naturarzneimitteln. Erfahren Sie hier in acht Kapiteln, wo wir herkommen, was wir erlebt haben und warum wir seit über einem Jahrhundert erfolgreich sind:

Wie alles begann

Dr. med. Otto Greither mit Frau und Sohn Otto sowie einer Bekannten der Familie
„Man vergisst allzu leicht, dass wir nicht von dem leben, was wir essen, sondern nur von dem, was wir wirklich verdauen.“ (Dr. med. Otto Greither)

Zu dieser Erkenntnis gelangte der Mediziner und praktizierende Arzt Dr. med. Otto Greither, nachdem er selbst schwer erkrankte. Dr. Greither war Zeit seines Lebens ein wissbegieriger und neugieriger Zeitgenosse. Er hatte sich schon bald nach seiner Promotion im Jahre 1896 zum Facharzt für Nervenheilkunde weitergebildet und lernte bei bedeutenden Ärzten. Doch damit nicht genug: Er widmete sich zudem dem Studium der Tiermedizin und fügte in Berlin noch ein Studium der Zahnheilkunde hinzu. „Das führte mich zu der Erkenntnis von der Wichtigkeit natürlicher Ernährung und des richtigen Gebrauchs der Zähne beim Kauen der Speisen als Vorbeugung gegen die unendlich vielen Erkrankungen, die ihren Ursprung in der Verdauung und im Darm haben.“

Dieses Wissen kam ihm später zugute, denn mit 30 Jahren wurde Dr. med. Otto Greither krank. „Ich wurde nervös, litt an körperlicher Schwäche […]. Ich fühlte mich elend und konnte mich bei andauernder Schwäche nur langsam erholen.“ Als sein Gesundheitszustand sich verschlechterte, sollte er sich einer Bauchoperation unterziehen. Bei den Operationsvorbereitungen geschah jedoch ein kleines Wunder. Denn Wassereinläufe lösten die Beschwerden. Doch schon nach kurzer Zeit kehrte die Krankheit mit neuer Wucht zurück. Erneut ans Bett gefesselt, dachte er viel darüber nach. Dabei kam ihm sein umfangreiches medizinisches Wissen zugute. Seine Erfahrung mit der vorangegangenen Erkrankung ließ ihn vermuten, dass es einen Zusammenhang zwischen seiner Ernährungsweise und seinem schlechten Gesundheitszustand gab. Er schloss nicht aus, dass auch eine unzureichende Verdauung die Krankheit mit ausgelöst haben könnte.

Gesund durch sich selbst

Er hielt daher Diät und entwickelte die Selbstmassage gegen Verstopfung weiter, die auch der Lebensreformer Viktor Prießnitz anwandte. Greither prägte dabei den Begriff des „Bauchschnellens“. Darunter verstand er das rhythmische Einziehen und Vorwölben der Bauchdecke. Nachdem es ihm gelungen war, sich durch Diät und die Technik des Bauchschnellens selbst zu heilen, begann sein Wanderleben als Arzt und Forscher. Er übernahm die Praxisvertretung von Kolleg:innen in ganz Deutschland, um regionale Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten der Deutschen zu studieren. Ein halbes Jahr studierte er in der preußischen Staatsbibliothek in Berlin Fachbücher und Reiseberichte über die weltweiten Arten der Ernährung. Später bereiste er weit entfernte Länder. Das Bauchmuskeltraining eines Indianerstamms in den USA mit einem aufgelegten Stein auf dem Bauch als Hilfsmittel inspirierte ihn zur Entwicklung seines Bauchschnellengürtels.

Aufgrund seiner Krankheitsgeschichte entwickelte Greither die Salus-Kur und gründete 1916 das Salus-Werk in der Türkenstraße in München. Die Kur folgte den beiden Prinzipien „Heilen heißt reinigen“ und „Gesund durch dich selbst“. Eine Packung bestand aus 900 Gramm Salus-Öl für die schonende Darmreinigung und zwei Schachteln harnsäurelösende Greitherna-Pastillen zur Entschlackung. Später kamen Heilerde zur Desinfektion des Darms, der stoffwechselfördernde und Harnsäure lösende „Münchner Gesundheitstee" und die Salus-Kräutertropfen sowie der Bauchschnellgürtel, der das Bauchschnellen verstärken sollte, hinzu.

Die Lebensreform

Das erste Reformhaus in München
„Salus-Produkte hatten wir vom ersten Tag an verkauft. Das entwickelte sich dann natürlich weiter durch die Produktvielfalt: Tees, Elixiere, Kapseln…, wir hatten alles, was Salus uns angeboten hat, in unserem Sortiment." (Jörn Lesske, Reformhaus Lesske Bergisch-Gladbach)

Sie setzten der Schulmedizin die Naturheilkunde entgegen, dem chemischen Pflanzenschutz die ökologische Landwirtschaft, dem gestiegenen Fleischkonsum die vegetarische Lebensweise – die „Lebensreform“. Der Begriff tauchte erstmals in den 1890er Jahren auf. Sie war eine Reaktion auf die veränderten Lebensumstände und sozialen Missstände, die mit der Verstädterung und der Industrialisierung auftraten. Als Synonyme für Lebensreform waren Bezeichnungen wie „natürliche Lebensweise“, „Kunst des gesunden, vernünftigen Menschenlebens“, „Diätetik“ und dergleichen im Gebrauch. Kern der Bewegung waren der Vegetarismus, die Naturheilbewegung und die Nacktkultur. Diese Epoche hat auch die Vollwertkost und das Müsli hervorgebracht. Bekannte Vertreter der Naturheilkunde waren die Landwirte Vinzenz Prießnitz (1799-1851) und Johann Schroth (1798-1856) sowie der Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897).

Produkte der Reformer wurden erstmals von dem Berliner Kaufmann Carl Braun (1858-1943) in einem gesonderten Bereich zum Verkauf angeboten. So entstand der Urahn aller Reformhäuser: 1887 eröffnete er einen Reformladen am Potsdamer Bahnhof in Berlin, den er „Gesundheitszentrale“ nannte. Über die Jahrzehnte entwickelte sich ein sich über ganz Deutschland ausbreitendes „Reformhausnetz“. 1925 existierten bereits 200 Reformhäuser, von denen sich ein Teil zur Vereinigung deutscher Reformhaus-Besitzer zusammenschloss. Aus dieser ging 1927 eine Genossenschaft hervor, die sich 1930 den Namen Neuform Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G. gab.

Salus-Reformhäuser

Auch der Firmengründer von Salus Dr. med. Otto Greither gründete seine eigenen Reformhäuser: die ,,SALUS Verkaufs- und Auskunftsstellen“. Das Unternehmen expandierte erfolgreich. 1928 gab es bereits 50 Läden. Um den Zusammenhang mit dem Salus Reformhaus auch nach außen hin zu dokumentieren, benannte Dr. med. Otto Greither 1929 das "Salus-Werk" in "SALUS Haus" um. Am 15. Februar 1929 eröffnete er das "Salus-Kurheim für natürliche Heilweise, für Diät und Massage, für gesunde Lebensreform" in München am Bavariaring, das später in Tegernsee fortgeführt wurde.

Der organisatorische Aufwand für die Reformhäuser war auf Dauer jedoch zu groß, sodass sich die Unternehmensführung entschloss, die eigenen Läden abzugeben. Die Reformhäuser wurden in der Folge zu den wichtigsten Kunden. Salus ist seit 100 Jahren Teil der Lebensreform und ein verlässlicher Partner der Reformhäuser. Das Unternehmen wuchs gemeinsam mit den Reformhäusern und ist heute einer der größten Reformwarenhersteller in Deutschland.

Neuanfang nach dem Krieg

Salus Mitarbeiter beim Kräuter sortieren
„Ich kann über mein Eigentum verfügen und das tue ich selbstverständlich auch, aber ich muss auch teilen, wenn ich es kann. So funktioniert unsere Gesellschaft.“ (Otto Greither)

Am Ende des Zweiten Weltkrieges war in München rund die Hälfte der gesamten Stadtfläche zerstört, die Altstadt lag zu 90 Prozent in Trümmern. Auch Salus blieb nicht verschont. Dutzende Bombardierungen beeinträchtigten die Produktion. „Aber es blieb ein Stück stehen, mit dem wir nach dem Krieg wieder anfangen konnten“, erinnert sich Otto Greither, der älteste Sohn von Firmengründer Dr. med. Otto Greither.

Er kümmerte sich darum, dass die Teeproduktion wieder lief. Nach und nach gelang es in der Fabrik in der Schönstraße 10 wieder Raum für eine Mischmöglichkeit zu schaffen. „Und so haben wir dann einfach mal angefangen, Tees zu machen“, erzählt Greither, der für seine Produkte keine Werbung machen musste: „Die Kunden haben uns alles, was wir produziert haben, aus der Hand gerissen.“
Schwieriger als der Verkauf war die Produktion. Um auch im Winter Tee herstellen zu können, benötigte er Brennholz und Streichhölzer, die er wie viele andere Dinge des täglichen Lebens nur gegen „Kompensation“ bekam. Es blühte der Tauschhandel. „Heute kann sich kein Mensch mehr vorstellen wie schwierig es war, einen Sack Zement zu bekommen“, sagt Greither. Denn Zement war nötig, um die Gebäude auf dem Betriebsgelände wieder herzurichten. Über „Vermittler“ konnte er beispielsweise 100 Päckchen Tee gegen einen Sack Zement eintauschen.

Mit 20 Jahren Geschäftsführer

Otto Greither hatte nach dem Tod seiner Eltern mit nur 20 Jahren die Rolle des Familienvorstands übernommen – für seinen Bruder Hans, aber auch für seine Freunde. Die Mitarbeitenden von Salus wurden für den Vollwaisen zu einem Familienersatz. „Es war selbstverständlich, dass man schaut, dass jeder von ihnen etwas zu essen hatte. Ich hätte nie ein Brot alleine gegessen, wenn einer daneben sitzt, der Hunger hat“, sagt Greither. Den Passus „Eigentum verpflichtet“ in der Bayerischen Verfassung machte er zur Richtlinie seines Handelns.

Im Alter von 20 Jahren galt Greither damals noch nicht als erwachsen, denn die Volljährigkeit erreichte man erst mit 21. Er war daher nicht befugt, die Firma zu leiten. Ein Notar bestätigte ihm aber, dass er aufgrund seiner unternehmerischen Erfahrungen durchaus als volljährig angesehen werden konnte, sodass er als Geschäftsführer von Salus eingetragen werden konnte.

Nach dem ersten Jahr des Wiederaufbaus konnte das Unternehmen schon wieder produzieren - es ging bergauf. Immer mehr Mitarbeitende kehrten aus dem Krieg heim. Alle brauchten Arbeit, wollten wieder mitmachen. Salus beschäftigte damals bereits 20 Mitarbeitende. Die Erfahrungen und Lebensweisheiten aus dieser Notzeit nach dem Krieg prägten die Philosophie von Otto Greither und sind bis heute Grundlage der Unternehmenskultur von Salus.

Ausbau des eigenen Labors

Die Wissenschaftliche Abteilung, um 1970
„Qualität ist das Höchste. Wir kaufen nur das Beste an Kräutern und Rohstoffen, die man überhaupt bekommen kann, damit wir immer an der Spitze sind. Daher werden wir auch immer in die eigene Forschung investieren, dass wir alles prüfen können, ob selber angebaut oder fremd gesammelt, egal: es muss im Labor geprüft werden!“ (Otto Greither)

Mit der Einstellung eines Apothekers 1962 für das hauseigene Labor begann ein neues Kapitel in der Salus-Geschichte. Dafür holte Otto Greither den Pharmazeuten Prof. Dr. Heinz Schilcher (gest. 2015) von der Ludwig-Maximilians-Universität München als Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung ins Unternehmen. Der Nachwuchswissenschaftler, der in seiner Doktorarbeit erstmals alle wesentlichen chemischen Bestandteile einer Pflanze aus einem Extrakt analysiert hatte, sollte bei Salus dieses Instrumentarium zur Qualitätsprüfung weltweit zum ersten Mal in der Praxis einsetzen. 

Entgegen der Bedenken seines damaligen Prokuristen, scheute Greither für dieses Vorhaben kein Geld. Denn weder das vorhandene Kontroll- und Forschungslabor noch die analytischen Geräte genügten den Anforderungen des jungen aufstrebenden Wissenschaftlers. Kurzerhand veranlasste Greither, die Mitarbeiterkantine in ein Großraumlabor mit modernsten Analysegeräten umzubauen. Genauso wichtig wie die hochmoderne Ausstattung, war Greither auch die Bildung eines professionellen Teams unter der Leitung Schilchers. So stellte er einen promovierten Biologen, eine Apothekerin sowie drei chemisch-technische Assistentinnen ein.

Schilcher setzte mit seinen Reinheitsbestimmungen von Pflanzen ganz neue Maßstäbe. 1963 führte er einen Fliegentest zum Nachweis von Pestiziden ein. Zur Reinheitsbestimmung von Pflanzenproben entwickelte er eine Serie von 82 Dünnschicht-Chromatogrammen.

Es folgten 46 weitere Arbeitsvorschriften für die sogenannten Fingerprint-Chromatogramme und weitere Qualitätsprüfungen. 1967 etablierte Schilcher schließlich die gaschromatographische Bestimmung von Pestiziden. Seine wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlichte er ab 1965 in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, was ihm die Beinamen "Vater der Phyto-Standardisierung" und "Rückstands-Schilcher" einbrachte. Seine strengen Richtlinien gingen schnell in die Firmenphilosophie über. Sie gewährleisteten die Spitzenqualität aller Salus-Produkte.

Auch heute arbeitet das Salus-Labor immer nach dem neuesten Forschungsstand, mit modernsten Geräten und unter strikter Kontrolle nach dem offiziellen Arzneibuch und hausinternen Prüfvorschriften. Viele von Salus selbst auferlegte Qualitätsmaßstäbe liegen über den Vorgaben des Gesetzgebers.

Erfolgsschlager Kräuterblut Floradix mit Eisen

Alte Werbeplakate
„Kräuterblut Floradix mit Eisen ist im neuseeländischen Haushalt nicht mehr wegzudenken. Selbst unsere Hebammen empfehlen das Eisentonikum schon seit vielen Jahren ihren Wöchnerinnen.“ (Rolf Hilke, Geschäftsführer Red Seal Laboratories)

Ende 1962 kaufte Otto Greither vom Unternehmen Wilhelm Blumenthal die Floradix Arzneimittel Fabrik in Wiesbaden, die neben Produkten wie Energetikum und Kindertrunk auch Floradix Kräuterblutsaft Eisentonikum herstellte. Dass Floradix einmal das umsatzstärkste Produkt von Salus werden sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

„Einhundert Milliliter des Tonikums enthielten nur zwei bis drei Milligramm zweiwertiges Eisen“, so Prof. Dr. Heinz Schilcher (gest. 2015). Der Pharmazeut kam 1962 von der Ludwig-Maximilians-Universität München als Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung ins Unternehmen. Das heutige Floradix mit Eisen enthält zum Vergleich 36,8 mg Eisen in der Tagesdosis. Der Pharmazeut fand eine natürliche Quelle mit hohem Eisen-II-Gehalt, den Hefepilz Saccharomyces cerevisiae. Die Hefe ließ sich mit einer zweiwertigen Eisenverbindung „füttern“. Diese Eisenverbindungen sind für den Körper besonders wertvoll, da sie ihm direkt zur Verfügung stehen und nicht erst von Eisen-III in Eisen-II umgewandelt werden müssen.

In einem Versuch konnte Schilcher nachweisen, dass 30 Prozent dieses in der Hefe enthaltene Eisens vom menschlichen Körper aufgenommen werden kann. Er entwickelte eine neue Rezeptur für Floradix Kräuterblutsaft auf der Basis eisenhaltiger Fruchtsäfte und „Eisen-Hefe. Gleichzeitig führte er mit der Kurzzeithocherhitzung – dem Verfahren, mit dem auch Milch haltbar gemacht wird – eine technologische Neuerung bei der Abfüllung ein.

Eine Erfolgsgeschichte

Aber nicht nur in Deutschland, auch im Ausland wurde Floradix immer beliebter. Christel Gursche, die mit ihrem Mann in den USA Salus-Produkte vertrieb, beschreibt, dass ihr Mann Floradix mit Eisen „mit viel persönlichem Engagement erfolgreich im US-amerikanischen Markt platziert und auch selbst begeistert getrunken hat“.

Auch im Sport hat sich die Wirkung von Floradix mit Eisen herumgesprochen. Die erfolgreiche Skifahrerin Christa Kinshofer erzählte nach einem gewonnenen Rennen im Rahmen eines Symposiums den 200 Teilnehmer:innen, wie sehr ihr Floradix mit Eisen bei ihren Siegen geholfen habe. „Da war ich wirklich sprachlos", erinnert sich der damalige Verkaufsleiter Richard Mayr.

Zwischen 2006 und 2010 unterstützte Salus aktiv viele Wintersportler:innen, wie Magdalena Neuner, Martine Beck, Verena Bentele und Martin Braxenthaler mit Floradix. Diese Athlet:innen gewannen bei den Olympischen Winterspielen und den Paralympics 2010 im kanadischen Vancouver zusammen 12 Medaillen, darunter 14 goldene.

Weltweiter Verkauf von Salus-Produkten

Vor rund 25 Jahren machte der Journalist und Herausgeber Pierre Martineau die Geschichte von Salus in Nordamerika bekannt - mit ausführlichen Reportagen in französischer und englischer Sprache in zwei seiner Gesundheitsmagazine. Martineau war von den hohen Qualitätsstandards bei der Produktion in Bruckmühl begeistert und erinnerte sich gerne an die bayerische Gastfreundschaft.

Auch auf der anderen Seite des Pazifiks in Neuseeland gehören Salus Produkte inzwischen zum festen Bestand von Gesundheitsartikeln. 1991 übernahmen hier Rolf und Rosemarie Hilke das Traditionsunternehmen Red Seal Laboratories und bauten es zu einem großen Anbieter von Gesundheitsprodukten aus. 2013 erhielt das Unternehmen die Auszeichnung „Salus Exporteur des Jahres“.

Ebenso wenig wegzudenken sind Salus Produkte in England, wo es seit 1981 die Exportniederlassung Salus UK gibt. „Am Anfang bedeuteten die Salus Produkte für viele Kunden eine neue Erfahrung. Aber nachdem sie deren Potenzial und Wirksamkeit erkannt hatten, stießen die Produkte auf eine große Akzeptanz", sagt der Niederlassungsleiter Harry Littlewood. Ähnliches berichtet Isabel Blanco, Leiterin SALUS FLORADIX España: „In Spanien genießt das Unternehmen Salus seit jeher den Ruf, qualitativ hochwertige Produkte herzustellen. Dies war auch schon vor der Gründung der Tochtergesellschaft von Salus der Fall.“

Umzug nach Bruckmühl

Die oberbayerische Marktgemeinde Bruckmühl liegt in der Nähe von Rosenheim.
"Wir sind natürlich mit Freuden nach Bruckmühl gegangen." (Christa Marcks, ehem. Fakturistin in der Verkaufsabteilung)

Bei Salus standen die Zeichen weiterhin auf Wachstum. Die Räume in der Schönstraße 10 in München platzten aus allen Nähten. Eine dringend benötigte Erweiterung war wegen eines städteplanerischen Baustopps nicht möglich, weshalb sich Otto Greither nach einem neuen Firmengelände umsah. Bereits einige Jahr zuvor hatte er sich im idyllischen Bruckmühl - eine knappe Autostunde von München entfernt - ein Haus zugelegt, wo er mit seiner Familie das Wochenende verbrachte. 1967 kaufte er das Areal unterhalb seines Hauses von der Firma Henkel, auf dem sich das ehemalige Sägewerk der Holzwerke Zapfendorf AG befand. Ausschlaggebend für die Wahl des neuen Standortes war schon damals die Möglichkeit, eigenen Strom durch Wasserkraft zu erzeugen.
Schritt für Schritt folgte deshalb der Umzug nach Bruckmühl. Vorhandene Gebäude wurden zuvor gründlich saniert. Die Tee-Abteilung konnte bereits im Herbst 1967 ihre Arbeit am neuen Standort wieder aufnehmen. Die Gebäude für die Galenik (Flüssigmittelproduktion) wurden einhundert Meter entfernt neu errichtet. 

Mit dem Sammelbus nach Bruckmühl

Im August 1968 wurde der Betrieb eröffnet. Niemand kündigte und niemandem wurde wegen des Standortwechsels gekündigt. Für Mitarbeitende, die in München wohnen blieben, richtete Greither einen Fahrdienst ein. Vier VW-Busse stellte er anfangs hierfür bereit. Der Fahrdienst bestand, bis der letzte Fahrer im Jahr 2000 in Rente ging.

Zwei Brände

Bruckmühl stand für Wachstum. Aber Salus blieb keineswegs von Rückschlägen verschont. Der erste ereignete sich im Jahre 1974, als ein Feuer das Fertiglager und damit sämtliche produzierte Tees und Flüssigprodukte vernichtete. Da aber weder die Rohware noch die Maschinen in Mitleidenschaft gezogen wurden, konnte die Produktion umgehend wieder aufgenommen werden.

Der zweite Brand im März 1986 hingegen war verheerend für das Unternehmen. Er vernichtete die gesamte Teeproduktion - sowohl die Roh- als auch die Fertigware. Schlimmer noch: Das Feuer zerstörte auch sämtliche Maschinen für die Teeproduktion.

Hans-Joachim Sutter, Geschäftsführer und rechte Hand von Otto Greither, ließ sofort das leerstehende Gebäude einer benachbarten, ehemaligen Wolldeckenfabrik anmieten. Um den zwischenzeitlichen Engpass zu überbrücken, packten alle Mitarbeitende mit an und füllten am Wochenende in der Kantine Tee von Hand ab. Von der Hilfsbereitschaft seiner Mitarbeitenden so angetan, legte Otto Greither für jeden eine Lebensversicherung an, in die er pro geleisteter Stunde Mehrarbeit 30 D-Mark einbezahlte.

Schoenenberger - vom Wettbewerber zum Partner

Bei Schoenenberger steht der Saft aus der frisch gepressten Pflanze im Mittelpunkt.
„Ich habe Schoenenberger nur übernommen, damit es nicht an einen Konzern geht. Noch auf der Fahrt zum Notar habe ich den Gründersohn gefragt, ob er die Firma nicht doch selbst weiterführen will.“ (Otto Greither)

Der Gründer von Salus war Mediziner. Der Gründer von Schoenenberger, Walther Schoenenberger (1901- 1982), war Apotheker. Es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden Firmen. Das war auch einer der Gründe, warum Salus 1991 seinen größten Wettbewerber im Reformwarenmarkt übernahm.

Walther Schoenenberger hatte sich bereits während seines Pharmaziestudiums mit Pflanzensäften beschäftigt. Er war überzeugt, dass eine Pflanze ihre Heilwirkung nur durch das Zusammenspiel der verschiedenen Inhaltsstoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine oder Spurenelemente voll entfalten kann. Diese Stoffe finden sich in höchster Konzentration nur in der frischen Pflanze. Als Experimentierlabor diente ihm die Küche seiner Mutter, in der er in den 1920er Jahren die schonende Herstellung von frisch ausgepressten Pflanzensäften ohne Alkohol und Konservierungsstoffe erprobte. Sechs Jahre später war es soweit und er begann 1927 mit der ersten Produktion in Cannstatt (Stuttgart). Nur ein Jahr später (1928) verlegte er aus Kapazitätsgründen seinen Produktionssitz ins nahe gelegene Magstadt bei Stuttgart - bis heute Sitz der Firma.

Beide Unternehmen passen gut zusammen

Mit der Übernahme der Firma Schoenenberger stieg die Salus Gruppe zum Marktführer in der Reformhausbranche auf. Beide Unternehmen passten sehr gut zusammen, nicht nur aufgrund einer ähnlichen Firmenphilosophie, sondern auch weil es wenige Überschneidungen bei den Produkten gab. Schoenenbergers Stärke – die Pflanzensäfte – waren in dieser Qualität und Auswahl einzigartig. Das Unternehmen hatte – ähnlich wie Salus – mehrere Unternehmen hinzugekauft. Zum Beispiel den Lebensmittelhersteller Hensel oder das Kosmetikgeschäft Extracta, heute Schoenenberger Naturkosmetik, die das Angebot des Unternehmens gut ergänzten. Zur Übernahme kam es, weil Dr. Hanns Schoenenberger, der Sohn des Unternehmensgründers, in den Ruhestand wechselte und im Kreis der Familie keine:r die Nachfolge antreten wollte.

Auch die Nationalelf liebt Schoenenberger Produkte

Zum Schoenenberger Sortiment zählt auch Olbas, dessen Rezeptur der Lebende nach Marco Polo nach Europa gebracht hat. In den 1970ern entwickelte die Firma eine eigene Sportlinie mit dem Heilfplanzenöl, namens „OLBAS Sport“, in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Arzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Ausgerechnet 2006, als die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland stattfand, wollte Schoenenberger „OLBAS Sport“ einstellen. Die Empörung der Nationalmannschaft war so groß, dass „OLBAS Sport“ fortgeführt wurde. Seither ist Schoenenberger offizieller Ausrüster des DFB. Die Spieler:innen nutzen das OLBAS Aktiv Spray nicht nur bei Prellungen, sondern sprühen es sich auch unter dem Trikot auf die Haut. Die verdampfenden ätherischen Öle sorgen dafür, dass man besser durch die Nase atmen kann. „OLBAS Sport“ war auch 2014 beim vierten Titelgewinn der deutschen Elf in Brasilien dabei.

Hinaus in die weite Welt

Otto Greither in Vancouver, Kanada
„Im Jahr 1998 verkauften sich unsere Tees am besten auf Barbados. Pfefferminztee war dort so begehrt, dass der Kunde von uns verlangte, die Transportpaletten aus den Containern zu entfernen. Wir sollten die Teeschachteln bis an die Decke stapeln, um mehr Packungen im Container unterzubringen. Jeden noch so kleinen Hohlraum mussten wir mit Teeschachteln füllen.“ (Otto Greither)

Schon früh erkannte Otto Greither die Veränderungen am Markt und wusste, dass der Vertriebsweg allein über die Reformhäuser nicht ausreichen würde, um die Existenz seines Unternehmens langfristig zu sichern. Der Verkauf von Salus Produkten in Apotheken und Drogerien kam in der Nachkriegszeit mit Rücksicht auf die Reformhäuser nicht in Frage. Otto Greither setzte deshalb auf den Export seiner Produkte. „Das war eigentlich der Schlüssel für die starke Entwicklung von Salus.“, so der ehemalige Geschäftsführer Hans-Joachim Sutter. Otto Greither, der sich wie schon sein Vater gerne auf Entdeckungsreise begibt, lernte im Ausland begeisterte Anhänger der Lebensreform kennen, die daran interessiert waren, Salus Produkte auf den Markt zu bringen. Dazu zählten viele deutsche Auswanderer:innen, die den Reformhausgedanken mit in ihre neue Heimat trugen, wie auch Einheimische, die Wert auf eine gesunde Lebensweise legten.

Heute liefert Salus seine Produkte in mehr als 65 Länder und unterhält sechs Niederlassungen außerhalb Deutschlands: in Chile, China, Großbritannien, Italien, in der Schweiz und in Spanien. In allen Ländern ist Floradix mit Eisen der Top-Verkaufsschlager von Salus.

100 Jahre Salus

„Ich habe nie vergessen, dass hinter dem Erfolg von Salus Menschen stehen. Ein menschliches Miteinander war stets Teil meiner Lebens- und Unternehmensphilosophie.“ (Otto Greither)

Otto Greither, der Sohn des Gründers, lenkte Salus mehr als sieben Jahrzehnte und mit weit über 90 Jahren als wohl ältester, aktiver Geschäftsführer in Deutschland. Seinem Qualitätsanspruch, der Verbundenheit zur Natur und nicht zuletzt seinen Mitarbeitenden ist er immer treu geblieben. Greither hat eine Unternehmensgruppe mit mehr als 400 Mitarbeitenden aufgebaut, die rund 1.000 verschiedene Produkte herstellt – von Tees über Tonika und Tropfen bis Tabletten und Dragees.

Wie unfassbar groß der Sprung von den bescheidenen Verhältnissen nach dem Krieg in die Gegenwart ist, zeigt sich am Tee: Insgesamt 300 Tonnen Kräuter, Früchte und Gewürze verarbeitet Salus inzwischen jedes Jahr zu Tee. Allein die hergestellten Filterbeutel aus diesem Zeitraum würden aufgegossen 97.000 Badewannen mit dem wohltuenden Getränk füllen.

In der Geschäftsführung wird Otto Greither seit Mitte 2015 von seinem Nachfolger Dr. Florian Block verstärkt. Der Betriebswirt und Rechtsanwalt will die Firmenphilosophie fortführen: „Sinnvolle Innovationen, nachhaltiges Handeln, soziales Unternehmertum und Rücksicht auf die Umwelt sind die Eckpfeiler unserer Erfolgsgeschichte."

Tag der offenen Tür

2016 feierte Salus sein 100-jähriges Jubiläum. Zur Feier gab es am 23. Juli 2016 auf dem Werksgelände in Bruckmühl zum ersten Mal einen Tag der offenen Tür. Mehr als 10.000 Besucher:innen folgten der Einladung und nutzten die Möglichkeit, einen Einblick in die Herstellung von Tee und Medizin aus Heilpflanzen zu erlangen. An den Infoständen gab es viel zu entdecken: Von der Tonika-Verkostung bis hin zu Informationen über die Ausbildung bei Salus.

Mit der Eröffnung um 11 Uhr füllte sich das Gelände in kürzester Zeit: Bei schönstem Wetter konnten Interessierte die zahlreichen Produkte verkosten, sich über Themen wie Karriere und Nachhaltigkeit informieren und in Rundgängen durch die Produktion erleben, wie Salus seine Tees und Tonika herstellt. Im Kräutergarten bastelten Kinder Mobiles aus Naturmaterialien und stellten Seifen her. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt - von veganer Bratwurst bis zum leckeren Obstkuchen war alles geboten. 

Salus International

Auch international hat sich die Vielfalt und Qualität unserer Produkte mittlerweile herumgesprochen - von Bruckmühl nach Deutschland in die ganze Welt. Fast 50 Prozent unserer Produktion sind heute für den Export auf allen Kontinenten bestimmt. Salus Produkte sind in über 65 Ländern weltweit erhältlich. Wir arbeiten eng mit zahlreichen Vertriebspartner:innen zusammen. In Chile, China, Großbritannien, Italien, in der Schweiz und in Spanien haben wir eigene Niederlassungen.

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Die Salus Gruppe

Salus, Schoenenberger und Herbaria bilden gemeinsam die Salus Gruppe. Vereint in der Liebe zur Natur und der Nachhaltigkeit der Produkte. Hier finden Sie die wichtigsten Daten und Zahlen zu den einzelnen Unternehmen:

Salus - Bruckmühl

  • 1916 gegründet
  • Standort: Bruckmühl (Bayern)
  • Ca. 400 Mitarbeitende
  • Tonika, Tee, Tropfen, Tabletten, Kapseln
  • Apothekenvertrieb über Salus Pharma

Schoenenberger - Magstadt

  • 1927 gegründet
  • Standort: Magstadt (Baden-Württemberg)
  • Ca. 80 Mitarbeitende
  • Frischpflanzensäfte, Kosmetik, Soja-Lebensmittel, Öle
  • Weitere Informationen unter www.schoenenberger.com

Herbaria - Fischbachau

  • 1919 gegründet
  • Standort: Fischbachau (Bayern)
  • Ca. 30 Mitarbeitende
  • Gewürze, Tee, Kaffee
  • Weitere Informationen unter www.herbaria.com
Mehr über Salus
Datenschutzinformation
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