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| Mar 14, 2017

Was ist Eisenmangel?

Deutschlandweit leiden etwa 8 % der Bevölkerung an Eisenmangel, der besonders häufig bei Frauen auftritt. Der Grund dafür liegt oftmals in einer unzureichenden Eisenzufuhr über die Nahrung.

Eisen ist der Grundbaustein für die Blutfarbstoffe Hämoglobin und Myoglobin. Hämoglobin ermöglicht den Sauerstoff-Transport im Körper, während Myoglobin die Speicherform für Sauerstoff ist und als Reserve in den Muskeln vorliegt. Somit spielt das Eisen eine zentrale Rolle im Organismus, da dieser nur mit einer ausreichenden Sauerstoffversorgung arbeiten kann.

Gesunde männliche Erwachsene sollten gemäß Referenzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung jeden Tag 10 mg des Spurenelements zu sich nehmen. Bei Frauen liegt der Referenzwert bei 15 mg, allerdings erhöht sich dieser Wert im Falle einer Schwangerschaft oder in der Zeit des Stillens auf 30 beziehungsweise 20 mg Eisen täglich. (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung)

Eine Gefährdung für Eisenmangel aufgrund von Blutverlust, höherem Eisenbedarf oder verminderter Aufnahme besteht des Öfteren bei:

  • Junge Frauen, mit Beginn ihrer Regelblutung
  • Schwangeren und stillenden Frauen
  • Senioren
  • Kindern
  • Vegetariern
  • Chronisch Kranken/nach OP
  • Leistungssportlern

Zeichen für einen Eisenmangel

Mögliche Symptome eines Eisenmangels sind Erschöpfung, Müdigkeit, Vergesslichkeit, Schlafstörungen und ein allgemeiner Leistungsabfall. Des Weiteren gibt es auch äußerliche Anzeichen, zu denen blasse Haut, rissige Lippen und brüchige Fingernägel gehören können.

Eisen in der täglichen Ernährung

Grundsätzlich lässt sich die Eisenaufnahmefähigkeit des Körpers durch eine gleichzeitige Gabe von Vitamin C steigern. Im Gegensatz dazu hemmen Ballaststoffe, ebenso wie Calcium oder Tannine in Kaffee und Tee die Aufnahme des Eisens. Eisen ist vor allem in Fleisch, insbesondere rotem Muskelfleisch und Innereien wie der Leber, aber auch in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Gemüse enthalten. Zu beachten ist, dass Eisen bei vegetarischen und tierischen Nahrungsmitteln in unterschiedlichen Formen enthalten ist und der Organismus das in tierischen Produkten vorliegende zweiwertige Eisen besser resorbieren kann, als das dreiwertige Eisen in vegetarischen Lebensmitteln.

Blutwerte testen

Es wird empfohlen sich bei Verdacht auf Eisenmangel beziehungsweise erhöhter Gefährdung von einem Arzt beraten zu lassen. Bei einem erhöhten Eisenbedarf kann der Arzt je nach Schwere des Mangels zu einer Supplementation mit einem Eisenpräparat raten, wenn der Bedarf nicht durch die Ernährung ausgeglichen werden kann. Die Möglichkeiten der Substitution reichen von flüssigen Mitteln über Kapseln und Tabletten.

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