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| 16.01.2017

Curcuma

Pflanze: Curcuma longa L. (Curcuma domestica VAL.) Familie: Ingwergewächse (Zingiberaceae)

Curcuma ist Hauptbestandteil in klassischen Curry-Gewürzmischungen und gibt ihnen die intensive Farbe. Curcuma ist schon lange als Gewürz- und Heilpflanze sowie als Färbemittel für Textilien bekannt und findet bereits seit mehr als 3000 Jahren in Indien Verwendung. Das Gewürz hat auch einen ganz besonderen Nutzen: es kann Speisen vor zu raschem Verderb bewahren, indem es schädliche Bakterien hemmt. In Ländern mit heißem und feuchtem Klima wird gerne viel und scharf mit Curcuma gewürzt – eben genau aus diesem Grund.

Die wertbestimmenden Inhaltsstoffe  befinden sich im knollenförmigen Wurzelstock: ätherische Öle wie Sesquiterpenketone und Terpene und sog. Curcuminoide, genauer gesagt Curcumin, Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin. Des Weiteren sind in der Knolle Stärke, Ferulasäure und diverse Polysaccharide enthalten.

In der traditionellen indischen Medizin, der ayurvedischen Heillehre, spielt Curcuma eine wesentliche Rolle. Hier wird das heilige Gewürz wegen seiner reinigenden und energiespendenden Eigenschaften empfohlen und bei zahlreichen Beschwerdebildern eingesetzt – wie z.B. bei Verdauungsstörungen, Durchfall, Infektionen, Arthritis und Lebererkrankungen. Hierzulande ist Curcuma zur Besserung von Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, verlangsamter Verdauung und Blähungen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zuglassen.

Insbesondere der gelbe Farbstoff Curcumin – ist hauptverantwortlich für die zahlreichen positiven Wirkungen. Vor allem die antioxidative und antientzündliche Wirkung des Curcumins trägt zum breiten Anwendungsspektrum bei. Aufgrund der sich vermehrenden Belege zur Wirksamkeit durch wissenschaftliche Untersuchungen und den durchweg positiven Rückmeldungen zur Verträglichkeit, auch bei hohen Dosierungen, ist das Forschungsinteresse an Curcuma explosionsartig gewachsen. Über die Hälfte aller existierenden Publikationen zur Wirkung von Curcumin wurden seit dem Jahr 2014 veröffentlicht.

Es ist allgemein bekannt, dass Curcumin aufgrund seines fettlöslichen Charakters nur schlecht resorbiert werden kann. Dadurch ist zwar sein systemischer (therapeutischer) Nutzen eingeschränkt, jedoch die lokale Wirkung im Darm herausragend, da das Curcumin den gesamten Verdauungsvorgang über zur Verfügung steht.

Ein Curcuma-Extrakt mit verbesserter Bioverfügbarkeit ist in seiner Resorptionsfähigkeit optimiert und wird vom Darm besser aufgenommen. Auf diese Weise ist Curcumin im Blutkreislauf vorhanden und kann seine positiven Wirkungen im Körper zur Geltung bringen.

Da sowohl die lokale Wirkung im Darm, wie auch die systemische Wirkung im Körper von Bedeutung und Interesse sind, nutzen moderne Produkte die Vorteile beide Varianten. Das native Curcumin für die lokale Wirkung im Darm und den optimierten Extrakt für die Wirkung im Körper.

Beschreibung

Curcuma, die indische Gelbwurz (Curcuma longa L.) gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Die mehrjährige bis zu 1,2 m hohe tropische Rhizomstaude bevorzugt feuchtes und heißes Klima. Verwendet wird das nach dem Welken der Blätter geerntete Rhizom. Vor der Trocknung werden die Wurzelstöcke mit heißem Wasser gebrüht, um ein Austreiben zu verhindern. Dadurch verkleistert die Stärke und der austretende Farbstoff färbt das ganze Gewebe orangegelb.

Herkunft

Geographisch ist Curcuma von Indien über Indonesien, Thailand, China und Afrika zu finden.

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