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| Jan 16, 2017

Goldrute

Pflanze: Solidago virgaurea L. / Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)

Die oberirdischen Pflanzenteile sind reich an Mineralsalzen (Kieselsäure zum Teil löslich, Kalium) und Flavonoiden (Derivate von Quercetin, Isorhamnetin, Kämpferol). Die antirheumatische Wirkung wird auf Caffeoyläpfelsäure zurückgeführt, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Diese Substanz kommt nur in der Großen Brennessel vor.

Goldrutenkraut enthält Flavonoide und Triterpensaponine, das Echte Goldrutenkraut auch Phenolglykoside, wie das Leiocarposid und wirkt harntreibend (diuretisch), krampflösend und entzündungshemmend. Zubereitungen aus der Goldrute werden daher zur Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege verwendet, bei der echten Goldrute auch bei Harnsteinen und Nierengrieß sowie zur vorbeugenden Behandlung der selben angewendet. Ferner kommen Extrakte aus der Echten Goldrute auch zur Behandlung der Reizblase (gekennzeichnet durch vermehrten Harndrang, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen) zum Einsatz. Obwohl für alle drei Goldrutenarten positive Wirksamkeitsnachweise vorliegen, so scheint die Wirkung der Echten Goldrute aufgrund des Gehaltes an Leiocarposid günstiger zu sein.

Beschreibung

Die Goldrute ist auch bekannt als Edelwundkraut, Petrusstab und Schoßkraut. Die Echte Goldrute ist ein ausdauerndes, bis zu 1 m hoch wachsendes Kraut mit aufrechtem, oberwärts verzweigtem Stängel. Die gelben Blüten sitzen in zusammengesetzten Trauben. Die Pflanze erscheint in vielen verschiedenen Formen. Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile. Verwendet wird aber auch das blühende Kraut der höher wachsenden Arten der Riesengoldrute (Solidago gigantea) und der Kanadischen Goldrute (Solidago canadensis).

Herkunft

Die Goldrute ist in Asien und Europa beheimatet.

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