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| 16.01.2017

Passionsblume

Pflanze: Passiflora incarnata L. / Familie: Passionsblumengewächse (Passifloraceae)

Passionsblumenkraut enthält Flavonoide, Cumarine, Zucker, Glykoproteine und geringe Mengen an ätherischen Ölen. Traditionsgemäß werden Zubereitungen vor allem in Kombination mit anderen Pflanzenextrakten zur Behandlung von nervösen Unruhezuständen und Einschlafstörungen verwendet. Als wirksames Prinzip scheinen die überwiegend als C-Glykoside vorliegenden Flavonoide in Frage zu kommen.

Zubereitungen aus dem Passionsblumenkraut scheinen insbesondere die Symptome ängstlich-nervöser Stimmungszustände zu bessern und sich als Beruhigungsmittel für den Tag zu eignen. Bei Schlafstörungen wird Passionsblumenkraut meist mit anderen Beruhigungsmitteln, wie Baldrian und Melisse kombiniert, aber auch mit sedativ wirkendem Hopfen.

Beschreibung

Die Passionsblume ist ein kletternder, bis zu 10 m hoch wachsender Strauch mit wechselständigen, gestielten, dreilappigen Blättern. In den Blattachseln entspringen Nebenblätter und korkenzieherartige Ranken. Ebenfalls aus einer Blattachsel entspringt ein 8 cm langer Blütenstiel, der eine große, zwittrige Blüte trägt. Das Aussehen der Blüte erinnerte europäische Missionare in Südamerika an die Leiden Christi am Kreuz, was für den Namen der Pflanze (von passion = Leiden und flora = Blume) ausschlaggebend sein sollte.

Die Frucht ist eine essbare Beere mit vielen Kernen. Im Obsthandel kommen allerdings die größeren Früchte anderer Züchtungen auf den Markt. Medizinisch verwendet wird das getrocknete Kraut blütentragender Triebe.

Herkunft

Die Heimat der Passionsblume ist Mittel-, Nord- und Südamerika. Eingeführt wird die Droge aus Indien und den USA.

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