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| Jan 20, 2017

Schafgarbe, Gewöhnliche

Pflanze: Achillea millefolium L. / Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae = Compositae)

Schafgarbenkraut und Blüten enthalten ein ätherisches Öl, dessen Gehalt und Zusammensetzung je nach Herkunft, Erntezeitpunkt und zugrunde liegender Arten variieren kann. Teilweise überwiegen Monoterpene, wie Campher und Cineol, teilweise Sesquiterpene, wie z.B. Guaianolide, zu denen die Proazulene wie z.B. das Achillicin gehören, aus denen sich bei der Destillation Chamazulen bildet (s. Kamille). Nach dem Arzneibuch muss die Droge einen Mindestgehalt von 0.02% Proazulene aufweisen.

Medizinisch verwendet werden die Blüten oder das Kraut. Die Anwendungsgebiete entsprechen weitgehend denen der Kamillenblüten. Die Wirkungen sind entzündungshemmend, krampflösend, antibakteriell und fördernd auf die Gallensekretion. Innerlich werden Schafgarbenzubereitungen bei Appetitlosigkeit und leichten, krampfartigen Beschwerden der Verdauungsorgane (Entzündungen, Durchfälle, Krämpfe) angewandt. Äußerlich in Form von Sitzbädern bei funktionellen Unterbauchbeschwerden der Frau und in Form von Umschlägen oder Spülungen bei entzündlichen Erkrankungen der Haut und Schleimhäute.

In der Volksheilkunde werden Zubereitungen aus der Schafgarbe zur lokalen Blutstillung verwendet. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt. Die Wirksamkeit der Droge ist nicht belegt, stützt sich jedoch auf volksheilkundliche Überlieferung.

Beschreibung

Der Begriff Schafgarbe umfasst zahlreiche, äußerlich kaum zu unterscheidende Pflanzen, die botanisch die Achillea-millefolium-Gruppe bilden. Die Pflanzen werden bis zu 1,5 m hoch und besitzen mehrfach fiederschnittige Blätter. Die kleinen Blütenköpfchen aus weißen oder rosafarbenen Zungenblüten sitzen in Doldenrispen. Auch in der Zusammensetzung der gebildeten Inhaltsstoffe können sich die einzelnen Arten unterscheiden. So gibt es z. B. Sippen, die Proazulene bilden während dies bei anderen nicht der Fall ist.

Herkunft

Die Schafgarbe ist in Europa, Nordasien und Nordamerika beheimatet. Die Droge wächst wild und wird in Kulturen gezüchtet. Hauptlieferländer sind die südost- und osteuropäischen Länder. Teilweise auch Deutschland.

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