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| 16.01.2017

Spitzwegerich

Pflanze: Plantago lanceolata L. / Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Vielleicht hat die längliche Form der Blätter die Fantasie angeregt, vielleicht waren es auch die sagenhaften Heilkräfte der Pflanze. Spitzwegerich gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Großzügig säumt er Wiesen und Wegränder und wurde daher schon früh erforscht. Als wirksames Mittel gegen Hautleiden, Entzündungen, Furunkel und Durchfall war er den Assyrern (2000 bis 600 v. Chr.) und auch Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert bekannt.

Heute wird Spitzwegerich vor allem als Heilmittel gegen Reizhusten und bei entzündeten Atemwegen eingesetzt. Die Pflanze enthält reizlindernde Schleimstoffe, ihre Gerbstoffe dichten Schleimhäute ab. Spitzwegerich-Tee wird durch Übergießen der getrockneten Blätter mit siedend heißem Wasser hergestellt (10 Minuten Ziehzeit). Weil er antientzündlich wirkt, eignet sich ein Aufguss auch zum Gurgeln. Spitzwegerich-Saft wird durch Auspressen des frischen Krauts gewonnen.

Übrigens: Frisch zerriebene Blätter eignen sich gut zur akuten Behandlung von Schürfwunden und Insektenstichen.

Autor: Dr. Ulrich Mautner, Arzneipflanzen-Experte

Beschreibung

Die 5 bis 50 cm hohe Pflanze ist weltweit in den gemäßigten Zonen verbreitet. Die schmallanzettlich geformten Laubblätter sind am Boden in Form einer Rosette angeordnet. Medizinisch verwendet werden die Blätter ohne Blüten.

Herkunft

Der Spitzwegerich ist in Europa, Nord- und Mittelasien verbreitet. Hauptsächlich wird die Droge aus den osteuropäischen Ländern importiert.

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