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| 22.03.2017

Zistrose

Pflanze: Cistus incanus
Familie: Zistrosengewächse (Cistaceae)

Die griechische graubehaarte Zistrose blickt auf eine lange Anwendungstradition als Heilpflanze zurück, vor allem gegen Infektionen aller Art.

Ein Versprechen, das auch den Argusaugen der Wissenschaft standhält. Der polyphenolhaltige Harz der Blätter erweist sich in Studien als stark virushemmend. Nebenwirkungsfrei und erfolgreicher als bekannte Abwehrmittel setzt er sich beispielsweise gegen Grippeviren durch und das ohne Resistenzprobleme und Nebenwirkungen.

Viele Polyphenole blockieren die Oberfläche von Viren, so dass sie Körperzellen nicht mehr befallen können, um sich dort zu vermehren. Die aus den Polyphenolen abgeleiteten Gerbstoffe verändern ergänzend die Eiweiße der Schleimhautoberflächen, so dass Bakterien und Viren hier keinen Halt mehr finden.

Polyphenole sind aber auch potente Radikalfänger (Antioxidantien), bekannt aus Rotwein und Grüntee. Nur sind sie in der Zistrose drei- bis viermal konzentrierter. Die Zistrose gilt als polyphenolreichste Pflanze Europas. Durch das Abfangen der zell- und gewebezerstörenden Radikale lindert Cistus Entzündungen. Erfolge zeigen sich auch in der Behandlung von Pilzerkrankungen, wie Candida im Darm oder bei bakteriellen Magen-Darm-Infekten. Nicht zuletzt heilen zahlreiche Hautprobleme, wie Aphten, Akne, Ekzeme und Herpes unter Cistus schneller.

Zistrosen-Extrakte gelten heute vor allem als wirksame pflanzliche Hilfe gegen Grippe, grippale Infekte und die begleitenden Entzündungen der oberen Atemwege, ergänzt auch durch wertvolle Öle der Pflanze, die entzündungshemmend und schmerzstillend wirken.  Viele Ärzte empfehlen Cistus-Tee in der Erkältungszeit regelmäßig vorbeugend zu trinken.

Beschreibung

Die Zistrose wächst als immergrüner Strauch bis zu einem Meter hoch. Schon von weitem fallen die Macchia-Gewächse durch ihre zahlreichen, leicht zerknittert aussehenden, weißen bis rosa-roten Blüten auf, die einzeln oder in Dolden stehen. Sie entfalten ihre hauchzarten Blättchen mit den ersten Morgen-Sonnenstrahlen und fallen schon nach wenigen Stunden wieder ab. Dennoch sind die Sträucher zwischen April und Juni mit Blüten übersäht. Die Blätter sind von eiförmig-lanzettlicher Form und gegenständig angeordnet. Je nach Unterart ist ihr Rand gewellt oder glatt. Gegen die mediterrane Hitze sind sie dicht mit gräulichen Härchen überzogen.

Verwendet wird das Kraut, wegen des stark polyphenolhaltigen Harzes der Blätter. In der griechischen Antike schätzte man den Brei als „Ladanum“ oder „Labdanum“ („klebriges Kraut“) zur Wundbehandlung oder als blutstillendes oder auswurfförderndes Mittel.

Herkunft

Die Zistrose ist als genügsames Gewächs an die kargen, trockenen Böden im Mittelmeerraum angepasst. Hier gedeihen rund 20 Arten der Gattung Cistus, die alle gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe produzieren. Zur Behandlung und Vorbeugung von Erkältungen und grippalen Infekten, Hals- und Rachenentzündungen werden jedoch nur Auszüge der „graubehaarten Zistrose“ verwendet. Ihre Heimat sind die sonnigen Kalk-Sand-Böden Griechenlands. Hier verbreiten sie in der Macchia-Landschaft ihren aromatisch-harzigen Duft.

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