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| 23.06.2017

Kaktusfeige

Pflanze: Opuntia ficus-indica
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)

Die exotische Kaktusfrucht ist erfrischend anders und ein echter Hingucker mit beachtlichen inneren Werten. Wer die Hürde der stacheligen Ernte meistert, wird mit einer gesunden und kalorienarmen Erfrischung belohnt. Unter der widerspenstigen Schale verbirgt sich das weiche, sehr saftige Fruchtfleisch, süß-sauer und geschmacklich  irgendwo zwischen Birne und Melone.

Es ist reich an Vitamin C, an B-Vitaminen und Vitamin E, Kalium, Magnesium und Kalzium und bietet eine hervorragende, wasser- und vitalstoffreiche Nahrungsergänzung für heiße Tage. Frucht und Saft wirken leicht antioxidativ und entzündungshemmend.

Der hohe Ballaststoffgehalt der Kaktusfeige fördert als  Quellstoffe die Darmpassage und die Verdauung und  sorgt für ein langes Sättigungsgefühl, was sich günstig auf Gewicht und Blutzucker auswirkt.

Für die im Darm angesiedelte Bakterien, die „Darmflora“, sind die pflanzlichen Fasern der Frucht ein wichtiges Nahrungsmittel. Traditionell werden aus den frischen Blättern und Blüten der Kaktusfeige Auszüge gegen Darmstörungen, wie Darmkoliken und Blähungen gewonnen. Reine Teeaufgüsse aus den Blüten gelten als blasen- und prostatastärkend.

Beschreibung

Kaktusfeigen sind als „Sukkulenten“ an Trockenheit angepasst. Sie wachsen strauchig, manchmal baumartig mit wuchshöhen bis zu sechs Metern. Typisch sind die länglich-tellerförmigen „Blätter“, die bis zu einem halben Meter lang werden und, wie die Früchte, mit den kleinen Stachelbündeln übersäht sind. Sie formen das ausladende Wuchsbild der Feigen-Kakteen. Die „Blätter“ sind botanisch wasserspeichernde Sprossteile, die die Aufgabe der Blätter übernommen haben. Die echten Blätter wurden als Fraßschutz zu Dornen umgewandelt, denn das Wasser in der Pflanze ist begehrt  in der Wüste.

Die roten und gelben Blüten der Kaktusfeige stehen endständig am Spross und bilden später die bis zu 10 Zentimeter großen ovalen Früchte, die sich dann gelb-orange bis rot-violett verfärben. Die Ähnlichkeit in Konsistenz und Geschmack mit den Früchten des asiatischen Feigenbaums brachte der Frucht den Namen „Kaktusfeige“ ein.

Das Fruchtfleisch ist samt Samen genießbar. Die jungen grünen Triebabschnitte werden in Mexiko und Zentralamerika als Gemüse verwendet.

Herkunft

Der Feigenkaktus war lange vor der spanischen Eroberung eine Kulturpflanze der Azteken im heutigen Mexiko. Mit ihrem hohen Wasser- und Vitalstoffgehalt etablierte er  sich bei den Ureinwohnern in der traditionellen Medizin, beispielsweise gegen Diabetes oder für Wundwickel.

Heute prägt der Feigenkaktus in vielen trocken-warmen Regionen Amerikas und in zahlreichen Ländern rund um das Mittelmeer das Landschaftsbild.  Aus den Früchten wird vor allem der süße Saft gewonnen, der auf Grund seines Gehaltes an Betalainen schillernd gelborange bis rotviolett erscheint.

Hinweise

Eat smarter: Für einen Genuss ohne Stacheln die Feige mit Küchenhandschuhen anfassen und zunächst die beiden Enden abschneiden. Dann die Schale der Länge nach rundherum einschneiden. So lässt sie sich bequem in zwei Hälften ablösen. Das Fruchtfleisch dabei möglichst nicht berühren. Danach die Handschuh ausziehen und das Fruchtfleisch zubereiten.

Kaktusfeigen schmecken in Obstsalaten und pikanten Speisen, als Saft, Konfitüre oder Chutney. Zitronensaft und Zucker runden den Geschmack ab. Raffiniert wird es mit Orangenlikör oder heißer Schokolade.

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