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| Jun 23, 2017

Teepflanze

Pflanze: Camellia sinensis
Familie: Teestrauchgewächse (Theaceae)

Camellia sinensis ist die Mutter aller Teepflanzen. Aus ihren Blättern  entsteht je nach Verarbeitung Schwarz- oder Grüntee. Beide enthalten anregende Xanthine, vor allem Coffein (Tein), aber auch die nahen Verwandten Theophyllin und Theobromin.

Grüntee ist besonders reich an Polyphenolen, darunter vor allem ein Stoff mit dem wenig einprägsamen Namen Epigallocatechingallat (EGCG), der je nach Sorte und Ernte bis zu 30 Prozent der Trockenmasse eines  Grüntees ausmachen kann.

Studien lassen für EGCG positive Effekte bei Alzheimer, Multiple Sklerose, Arterienverkalkung, Darm- und Prostatakrebs, Bluthochdruck  oder Diabetes vermuten - sogar beim Abnehmen soll der Sud helfen.

Ein Großteil der Wirkung wird dem Zellschutz zugschrieben. Als Polyphenol ist EGCG ein potentes Antioxidationsmittel. Es fängt zellschädigende freie Radikale ab. Ein halber Liter Grüntee täglich hielt in einer Studie der Berliner Charité die Blutgefäße flexibler.

EGCG wirkt aber auch entzündungshemmend und immunstärkend, senkt die Cholesterinwerte, wirkt keimtötend und hemmt die Bildung von unlöslichen Eiweißfasern (Amyloidfibrillen), die sich zwischen Zellen einlagern und zunehmend die Funktion der betroffenen Organe stören. So eine „Amyloidose“ spielt z.B. bei manchen Herzleiden und bei Alzheimer eine Rolle.

Grüntee trumpft letztlich mit vielen Wirkstoffen auf, auch mit Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und ätherischen Ölen. Catechine sind verantwortlich für Farbe und Geschmack des Teeaufgusses. Über 300 flüchtige Aromastoffe sorgen für einzigartige Geschmacksnuancen, von Adstringenz und leichter Bitterkeit, über Süße, bis zu zart-blumig.

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