Livestream der Preisverleihung des Salus Medienpreis 2022

aus dem Künstlerhaus, München am 20. Oktober 2022
Anfang August war es wieder so weit: Die hochkarätige Jury traf sich digital, um die Nominierten des Salus Medienpreises zu ermitteln. Auch im 13. Jahr der Auszeichnung sind die Formate und Medien bunt gemischt. Unter den zehn nominierten Beiträgen sind Zeitungsartikel, Podcasts oder Filme zu finden. Erstmalig ist auch ein fundiert recherchierter Post auf der Social Media Plattform Instagram mit dabei. Am 20. Oktober werden die Preise in München verliehen.

Überschwemmungen, Hitzesommer, Artensterben – selten hat man in solch einer Frequenz von den klimatischen Auswirkungen gelesen wie es in den letzten Jahren der Fall war. Der Klimawandel wird sicht- und spürbar. Und das nicht am anderen Ende der Welt, sondern mitten in Deutschland, im Herzen Europas. Diese Entwicklung dürfte auch erklären, warum sich so viele Bewerber:innen mit den klimatischen Herausforderungen beschäftigen. Vor allem auch viele junge Journalist:innen bewarben sich in diesem Jahr für den Salus Medienpreis. Einen Weg in eine nachhaltige Zukunft wollen sie aufzeigen, der im Einklang mit der Natur steht. Und genau darum geht es beim Salus Medienpreis. Seit über einem Jahrzehnt werden journalistische Beiträge ausgezeichnet, die das Bewusstsein für die ökologische Landwirtschaft und eine klimafreundliche, gesunde Lebensweise stärken. Über 190 Beiträge wurden eingereicht. So viele wie nie zu vor.

Die Jury hat sich intensiv beraten, teils kontrovers diskutiert und am Ende folgende Beiträge für den 13. Salus Medienpreis nominiert:
(in alphabetischer Reihenfolge der Bewerber:innen)

13. Jahrgang der electronic media school: „Wechselwarm: Dein Leben in der Klimakrise“
Podcast auf www.wechselwarm.de

Das Audio-Abschlussprojekt des 13. Volontariatsjahrgangs der electronic media school macht die Zukunft hörbar. Der Podcast „Wechselwarm“ befasst sich mit den Folgen der Klimakrise – mit emotionalen Geschichten und der richtigen Dosis Information und Erklärung. Das Besondere: Es gibt zwei Tonspuren, die jeweils auf eine Zeitreise in das Jahr 2050 mitnehmen. Eine Tonspur beschreibt eine Zukunft, in der es beim Thema Klima so weitergeht wie bisher. Die zweite beschreibt das Jahr 2050 in einer Gesellschaft, welche die Klimakrise gemeistert hat.

Isabel Fisch: „Landwirt am Limit“
Artikel in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Die 27-jährige Isabel Fisch porträtiert den Landwirt Christian Kau, der unter Depressionen leidet. Das Wohl der Tiere, die vielen Arbeitsstunden, schwierige wirtschaftliche und finanzielle Rahmenbedingungen, das schlechte öffentliche Image – all diese Komponenten hatten Kau aus dem psychischen Gleichgewicht gebracht. Doch damit ist er nicht der Einzige. Eine Studie einer Sozialversicherung zeigt, dass psychische Probleme die zweithäufigste Krankheitsursache bei Landwirt:innen sind.

Heinrich-Böll-Stiftung, BUND und PAN Germany: „Pestizidatlas“
Heft herausgegeben von LE MONDE diplomatique

Der Pestizidatlas zeigt in 19 Kapiteln Daten und Fakten rund um die bisherigen und aktuellsten Entwicklungen, Zusammenhänge und Folgen des weltweiten Handels und Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft.

Ann-Sophie Henne, Robin Jüngling und Annika Le Large: „Der Pestizidatlas 2022“
Instagram-Post

Der Instagram-Kanal „nachhaltig.kritisch“ beschäftigt sich mit allen Themen der Nachhaltigkeit – von Biodiversität, über die Klimakrise bis zur Tierhaltung. Der Post „Pestizidatlas“ wurde anlässlich des gleichnamigen Heftes der Heinrich Böll Stiftung veröffentlicht. Die Informationen sind kurz und prägnant für eine junge Zielgruppe auf der Social Media-Plattform zusammengefasst.

Daniela Hoyer und Kathi Liesenfeld: „Tierwohl bis zum Ende – Neue Wege in der Fleischproduktion“
Film auf ZDF planet e.

Statt industrieller Produktion kleine regionale Betriebe. Statt enger Ställe viel Auslauf auf grünen Wiesen. Statt Massenschlachtung sanfte Begleitung bis zum letzten Moment. So soll das bessere Leben für Nutztiere aussehen. Allerdings: Verbraucher:innen müssen die Vorteile erkennen und dann bereit sein, einen angemessenen Preis für Fleischprodukte zu bezahlen und ihren Fleischkonsum einzuschränken. Damit Tiere weniger leiden.

Wolfram Huke und Pia Schädel: „Boden gut machen“
Film auf ZDF plan b

Gesunde Böden bringen nicht nur gesunde Nahrung hervor. Sie bieten zahlreichen Arten Lebensraum – und sind ein Schlüssel zur Rettung des Klimas. Pionier:innen, Forscher:innen und Macher:innen haben dieses Potenzial erkannt und machen verlorenen Boden wieder gut. Einer von ihnen ist der österreichische Landwirt Josef Nagl. Pflug und Chemie, die beide das Bodenleben zerstören, sind tabu. Stattdessen arbeitet er mit einer vielfältigen Fruchtfolge, einer ständigen Begrünung des Ackers und vor allem mit einer anderen Haltung zu natürlichen Kreisläufen.

Joshua Kocher: „Die Erde mit Erde retten“
Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Mit sogenanntem „Carbon Farming“ versucht Christoph Trütken möglichst viel CO2 in seinen Böden zu binden. Denn das könnte laut französischem Landwirtschaftsministerium die Lösung für unsere schädlichen CO2-Emissionen sein. Nachwuchs-Reporter Joshua Kocher porträtiert den Landwirt beim Versuch, seinen Beitrag zu leisten, um das Klima zu retten.

Dr. Maria Mast: „Den Regenwald verfüttert“
Artikel in DIE ZEIT

In Deutschland wird mehr Fleisch produziert als in allen anderen Ländern der EU. Soja ist dafür ein essentielles Futtermittel. Dieser kommt oft aus Brasilien, wo Flächen – auch illegal – gerodet werden. Maria Mast erzählt, warum „das Dorf der Munduruku im Regenwald verbunden mit dem Schnitzel ist, das in Hannover oder Cuxhaven auf den Teller kommt.“

Lourdes Picareta: „Exakt – Die Story: Die Artenretter“
Film im MDR

Artensterben gehört zur Evolution, doch derzeit sterben die Arten rasant schnell, und der Täter ist der Mensch. Denn er verkleinert systematisch den Lebensraum der Wildtiere. Es entsteht eine Leerstelle, die das Überleben der Menschen bedroht. Die Artenretter zeigen uns, warum man solche Zusammenhänge schon vor Jahrzehnten hätte erkennen können.

Gunther Willinger: „Die Renaissance der Ackerbäume“
Artikel auf der Website Spektrum

Auch wenn „Agroforstwirtschaft“ nach Innovation klingt, ist es eher eine Rückbesinnung auf alte Formen der Forst- und Landwirtschaft. Kombinationen aus den – heute meist getrennten – Bereichen lassen oft Win-Win-Situationen entstehen. Gunther Willinger stellt einige Beispiele vor. Die gesellschaftliche Bereitschaft zum Wandel in der Landwirtschaft sei da, allerdings fehle es an politischem Willen.

Die Salus Medienpreise sind mit insgesamt 10.000 € dotiert (der Hauptpreis mit 6.000 €, der Nachwuchspreis mit 2.000 € und zwei Sonderpreise mit je 1.000 €). Am 20. Oktober werden die Gewinner:innen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Münchner Künstlerhaus verkündet. Die Veranstaltung wird auch per Livestream online übertragen. Informationen dazu folgen auf der Unternehmenswebsite (https://www.salus.de/salus-medienpreis/).

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