Eine scharfe Sache

Ingwer wächst schilfartig in tropischen Breiten und entwickelt seine faserig-fleischige Gewürzknolle aus einer Verdickung der Sprossachse heraus, als Speicherorgan. Den Namen Zingiber („mit Geweihsprossen versehen“) prägten die alten Schriften des Hinduismus. In seiner Heimat Indien und China hat die Heil- und Gewürzpflanze eine mehr als 4000 Jahre alte Tradition. Feldzüge und Handelswege brachten sie in der Antike nach Europa.

Die aromatisch, scharf- würzigen Inhaltsstoffe des „Wurzelstocks“ bringen Augen frisch aufgeschnitten zum Tränen und hinterlassen im Bauch ein nachhaltig warmes Gefühl. Ingwer wird gerne als Gewürz in Speisen und Teezubereitungen genossen.
Hochwertige Ernten enthalten bis zu 8 Prozent wirksame Inhaltsstoffe, darunter ätherische Öle mit Stoffen, wie Zingiberen, Zingiberol, Borneol oder Cineol sowie die Hauptakteure in Sachen Schärfe: Gingerole und die etwas schärferen Shogaole.

Ingwer kann den Appetit und die Magensaftproduktion anregen und die Verdauung in Schwung bringen. Er greift unter anderem an speziellen Rezeptoren des Nervensystems an, die auch mit der Wärmeregulation, dem Appetit und dem Zusammenziehen von „glatten“ Muskeln, wie der Magenwand, in Zusammenhang stehen. Vermutlich unterbindet Ingwer so auch Übelkeit und Brechreiz. Er ist als probates Mittel gegen Reiseübelkeit bekannt.

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