Chronische Darmentzündungen

Chronische Darmentzündungen nehmen gerade in Industrienationen weiter zu. Erfahren Sie hier mehr dazu.

Chronische Darmentzündungen

Chronische Darmentzündungen

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zählen zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CEDs). Bisher können diese nicht vollständig geheilt werden. Auch die Ursachen sind noch nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden genetische Veranlagung in Kombination mit belastenden Umweltfaktoren. CEDs nehmen weltweit zu, besonders in Industrienationen. Das Risiko für Folgeerkrankungen, wie Leaky Gut, Darmkrebs oder bedrohliche Blutungen, ist erhöht. Außerdem ist die Nahrungsverwertung beeinträchtigt.

Morbus Crohn

Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung des Darms. Die Entzündung befällt den gesamten Magen-Darm-Trakt und tritt meist abschnittsweise auf. Während bei der Colitis ulcerosa die Entzündung vor allem die Darmschleimhaut betrifft, können bei Morbus Crohn alle Schichten der Darmwand befallen sein. So können sich auch sehr tiefe Geschwüre mit Fisteln in das umliegende Gewebe entwickeln. Die Beschwerden sind vielfältig und reichen von Bauchschmerzen und Gewichtsverlust bis zu chronischen Durchfällen. Auch Fieber, Gelenkschmerzen, Augenentzündungen und Hautveränderungen können begleitend hinzukommen.

Colitis ulcerosa

Bei Colitis ulcerosa beginnt die chronische Entzündung im Enddarm und breitet sich von dort im Dickdarm aus. Meist ist die linke Seite des Dickdarm betroffen. In seltenen Fällen kann auch der ganze Dickdarm und die letzten Zentimeter des Dünndarms befallen sein. Bei Colitis ulcerosa beschränkt sich die Entzündung weitgehend auf die Darmschleimhaut (Mukosa). Tieferliegende Muskelschichten der Darmwand sind in der Regel nicht betroffen. Meistens tritt die Erkrankung in Schüben auf. Typische Beschwerden sind Stuhlunregelmäßigkeiten zumeist in Form von blutigen oder schleimigen Durchfällen. Je nach Ausdehnung der Erkrankung und Schwere der Entzündung können zusätzlich krampfartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Blähgefühl, Gewichtsverlust oder Fieber auftreten.

Curcuma therapiebegleitend bei Colitis ulcerosa empfohlen

Die Therapie zielt darauf ab, die aufflammenden Entzündungen schnell einzudämmen und die Phasen dazwischen auszudehnen. Synthetische Entzündungshemmer blockieren dazu die Bildung der entzündungsfördernden Botenstoffe im Körper und helfen gewebszerstörende „freie Radikale“ zu neutralisieren.

In zwei sogenannten „randomisierten kontrollierten Studien", dem in der medizinischen Forschung nachgewiesen besten Studiendesign, Verbesserte die zusätzliche Gabe von Curcumin den „Clinical activity index" bei Colitis ulcerosa Patienten. Er fragt das Befinden der Patienten ab, wie die Anzahl der Stuhlgänge oder die Tage ohne Bauchschmerzen. Curcumin hat danach sowohl das Potenzial den Rückgang der entzündlichen Symptome zu beschleunigen, als auch die „Remission" stabil zu halten - ohne Nebenwirkungen. Mehrere andere Studien stützen die Ergebnisse1,2.

Curcuma wird bei Colitis ulcerosa deshalb heute offiziell zur Therapiebegleitung empfohlen (AWMF-Leitlinien für Ärzte)3.

Quellenangaben

1 Singla V. et al. Induction with NCB-02 (curcumin) enema for mild-to-moderate distal ulcerative colitis – A randomized, placebo-controlled, pilot study, J Crohns Colitis (2014). 8(3):208-14.

2 Lang A et al. Curcumin in combination with Mesalamine induces remission in patients with mild-to-moderate ulcerative colitis in a randomized controlled trial. Clin Gastroenterol Hepatol (2015). 13:1444-1449.

3 S3-Leitlinie „Colitis ulcerosa“, August 2019. AWMF-Registriernummer: 021-009.

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