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| 13.02.2017

Eisen – wichtig in Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht sich der Bedarf an Eisen um bis zu 100%. Die richtige Versorgung ist jetzt wichtig.

Der Körper kann Eisen nicht selbst produzieren, deswegen muss es von außen zugeführt werden. Das Spurenelement ist an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt, die wichtigste Rolle spielt es aber bei der Bildung der roten Blutkörperchen, die für die Sauerstoffversorgung des Körpers verantwortlich sind. Denn Eisen ist der der zentrale Bestandteil des in den roten Blutzellen enthaltenen Hämoglobins. Eine verminderte Hämoglobinkonzentration im Blut oder eine verminderte Anzahl roter Blutkörperchen beeinträchtigt die Sauerstoffversorgung und damit die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie die Immunabwehr, was sich in einer erhöhten Infektanfälligkeit zeigt.

Zu Beginn der Schwangerschaft erhöht sich die Blutmenge der werdenden Mutter durch Bildung der Plazenta, die eine optimale Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes sicherstellt. Dies ist gerade anfangs wichtig für die Blutbildung und Gehirnentwicklung des Fötus. Zudem wird beim Kind gleichzeitig ein Eisendepot für die ersten Lebenswochen angelegt. Oft wird in der Schwangerschaft und bei der Geburt des Kindes ein Großteil der Eisenreserve, die als Ferritin vorwiegend in der Leber gespeichert wird, aufgebraucht. In der anschließenden Stillphase wird der Eisenbedarf des Säuglings vollständig durch die Mutter abgedeckt. Daher ist eine ausreichende Eisenversorgung der Mutter auch während der Stillzeit unverzichtbar.

Eisenstatus prüfen lassen

Gemäß Deutscher Gesellschaft für Ernährung sollten Schwangere 30 mg und Stillende 20 mg Eisen pro Tag zu sich nehmen. Frauen mit Kinderwunsch sollten vorab schon ihren Eisenstatus überprüfen lassen und falls erforderlich zu diesem Zeitpunkt schon zusätzlich Eisen zuführen. Im Zusammenhang damit sollte spätestens ab der 13. Woche ein gut verträgliches Eisenpräparat, vorzugsweise in Arzneimittelqualität, eingenommen werden. Dies unterstützt den Aufbau des Eisenspeichers und verbessert die Eisenreserve für den weiteren Schwangerschaftsverlauf.

Beim Essen ist Fleisch die wichtigste Quelle für Eisen und B-Vitamine. Das gilt insbesondere für rotes Muskelfleisch und Innereien wie Leber. Eines der eisenreichsten Lebensmittel ist die Schweineleber. 100 g enthalten ca. 14 mg Eisen. Es gibt auch pflanzliche Nahrungsmittel, die reich an Eisen sind. Allerdings liegt das Eisen hier in dreiwertiger Form vor, die im Körper nur in sehr geringem Ausmaß aus dem Darm aufgenommen werden kann. Am besten kann unser Organismus zweiwertiges Eisen aufnehmen und verwerten. So empfiehlt sich während der Schwangerschaft in Absprache mit dem Arzt eine Supplementation mit einem 2-wertigen Eisenpräparat und falls erforderlich B-Vitaminen durchzuführen, um einem Eisenmangel vorzubeugen.

Weitere Informationen zum Thema Eisen finden Sie unter www.floradix.de

 

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